Glockenblume, nesselblättrige

Sie ist ein unechter “Fingerhut” – in Bayern verbreiteter Name – die Rede ist von der “nesselblättrigen Glockenblume” (Campanula trachelium).

Vorkommen und Verbreitung: Die nesselblättrige Glockenblume kommt auf Wiesen, an Wegrändern und Gebüschsäumen vor. Sie ist in fast ganz Europa und Asien bis nach Westsibirien einheimisch. Zudem wurde sie nach Amerika verschleppt. Dort wächst die Acker-Glockenblume, vor allem im Norden des Lands.

Wuchsform: Die Pflanzen erreichen eine Wuchshöhe von 40 cm bis zu einem Meter.

Blätter & Stiel: Die Blätter sind schmal herzartig-eiförmig aufgebaut. Sie sehen den Blättern der großen Brennnessel sehr ähnlich. Am Blattrand besitzen sie regelmäßige stumpfe Zähne. Die Blätter sind am Stiel wechselständig angeordnet. Die Stiele haben eine rotbräunlich Färbung.

Blüten: Die Blüten besitzen eine violette Färbung. Die Blütenkrone ist glockenartig aufgebaut. Die miteinander verwachsenen Blütenblätter sind 5-zählig und werden 20 bis 30 mm lang. Die Blüten sind in einer lockeren Rispe angeordnet. Hierbei bilden sie eine besondere halbseitige Zweigtraube, das heißt alle am Stängel wachsenden Blüten zeigen in eine Richtung. Die Blüten hängen nach unten (selten nach oben stehend) nickend am Stängel. Die Blütezeit reicht von Juli bis September.

Besonderheiten

Namensherkunft: Durch die Ähnlichkeit der Blätter mit denen der großen Brennnesseln ist der Name “nesselblättrige Glockenblume” entstanden.

Weitere Namen: Sie wird zudem in manchen Gegenden Bayerns als “Fingerhut” bezeichnet. Dieser volkstümliche Name leitet sich von der Form der Blüten ab, da diese an einen Fingerhut erinnern.

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1, M2, F, K1

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