Weinberg-Traubenhyazinthe

Eine duftende Seltenheit in der freien Natur, eine größere Gruppe von wilden Weinberg-Traubenhyazinthen (Muscari neglectum).

Vorkommen und Verbreitung: Dies Weinberg-Traubenhyazinthe wächst wie der Name schon sagt vor allem auf Weinbergen. Aber auch auf Halbtrockenrasen und in Gärten (als Zierpflanze) ist sie zu finden. In Baden-Württemberg ist sie vor allem in den großen Weinberg-Gebieten heimisch. Damit sich die Blumen verbreiten könnten müssten die Weinberge aber wieder mehr gepflegt werden. Sie benötigen das umgrubbern in den Reihen zwischen den Weinreben, da sich die Zwiebeln nur auf diese Weise verbreiten können -> siehe auch Beitrag der LUBW.

Wuchsform: Die Pflanze bildet unterirdisch eine Zwiebel aus. Diese bildet gleichzeit ein Überwinterungsorgan. Bereits im Winter treiben die ersten Blätter aus. Die gesamte Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 10 bis zu 30 cm. Der Stängel ist rundlich und kahl.

Blätter: Drei bis sieben Blätter sitzen in einer grundständigen Rosette. Diese sind linear aufgebaut und haben eine grüne Färbung.

Die Blütentraube ist dicht besetz und besteht aus bis zu 40 dunkelblauen Blüten. Am Ende Blütenkelche sind sie mit einem kleinen weißer Saum umrandet. Sie haben einen intensiven Geruch. Die Blütezeit reicht von März bis in den Mai.

Gefährdung der Pflanze: Die Weinberg-Traubenhyazinthe gilt bereits als gefährdet. Wie alle Traubenhyazinthen ist auch diese Art durch die Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt und sollte auf keinen Fall gepflückt werden. Zudem ist es schon etwas besonderes eine solch große Gruppe zu finden.

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1, M2, F, K

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