Zaubernuss, virginische

Für die Nordamerikanischen Ureinwohner eine wichtige Heilpflanze, die virginische Zaubernuss (Hamamelis virginiana).

Vorkommen und Verbreitung: Die Zaubernuss stammt ursprünglich aus Nordamerika. Sie ist von Mexiko bis nach Kanada verbreitet. In Europa wird sie als Ziergehölz in Gärten und Parks angepflanzt. Sie ist winterhart.

Wuchsform: Die Virginische Zaubernuss (Hamamelis virginiana) kann zum einen als Strauch wachsen, der drei bis sechs Meter hoch werden kann. Die Zaubernuss kann seltener auch einen baumartigen Wuchs entwickeln und somit bis zu zehn Meter Wuchshöhe erreichen. 

Blätter & Blüten: Die Pflanze besitzt haselnussähnliche Blätter, die wechselständig an den Ästen. Die Blätter haben eine gelbe Färbung im Herbst und eine grüne über den Sommer. Sie sind verkehrt eiförmig bis elliptisch aufgebaut. Die Blüten haben einem starken Duft und stechen sofort mit ihrer auffällig hellgelben Farbe ins Auge. Sie sind korallenartig geformt und besitzen lange, schmale Kronblätter. Die Blüten erscheinen im Herbst und frühen Winter (September bis in den späten Oktober).

Medizinische Verwendung: Die Blätter und die Rinde besitzen verschiedene ätherische Öle. Diese können durch Wasserdampfdestillation gewonnen werden. Sie wurden in der Naturmedizin gegen Brandwunden, verschiedene Verletzungen und Furunkel verwendet. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts findet man die ersten Nachweise der medizinischen Behandlung in Europa.

Verbreitungs-Codes: keine (synthetisch)

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