Fachbegriffe der Pflanzenbestimmung

Auf diesem Teil der Seite werden einige Grundlegende Begriffe aus der Botanik / Pflanzenbestimmung erläutert. Diese Seite kann auch als Lexikon / Nachschlagewerk beim Lesen der einzelnen Beiträge verwendet werden.

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Die Blüten können in verschiedene Blütenformen eingeteilt werden. Die wichtigsten / häufigsten Blütenformen sind unten aufgelistet.

  • radiäre (runde) Blüten mit 3 -6 (oder mehr) Blütenblättern: Eine der einfachsten Blütenarten; die Blütenblätter sind in einem Kreis um die Mitte der Blüte angeordnet. Alle Blütenblätter haben die gleiche Größe.
  • zygomorphe (einachsig symmetrische) Blüten: Die Blüte besteht aus zwei gleichen Blütenhälften. Das einfachste Beispiel hierfür ist das Stiefmütterchen.
  • trichterförmige Blüten: Zu einem Trichter zusammengewachsene Blütenblätter.
  • Lippenblüten: Eine spezielle zygomorphe Blüte. Sie ist am bekanntesten für den Salbei. Die Blüte besteht aus 5 Blütenblättern.
  • kleine Blüten in dichten Blütenständen: In den meisten Fällen handelt es sich um viele einzelne Blüten, wie im Fall einer Schafgarbe. Die Blüten können auch eine Scheinblüte wie bei Gänseblümchen bilden. Diese haben in der Mitte eine Vielzahl von Röhrenblüten.
Pflanzenbestimmung - Blütenformen

Die nachfolgende Grafik zeigt in einer vereinfachten Darstellung den Aufbau einer typischen Blüte.

Pflanzenbestimmung - Aufbau einer Blüte
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Anhand der äußeren Form der Blätter können diese in Kategorien eingeteilt werden. Die wichtigsten dieser Formen habe ich in der folgenden Tabelle zusammengestellt. Die Blattform ist neben der Blütenform einer der wichtigsten Teile bei der Bestimmung einer Pflanze. So kann auch vor oder nach der Blütezeit eine Bestimmung erfolgen.

Fachbegriffe der Pflanzenbestimmung - Blattformen

  • Pappus: Ein Samenstand aus vielen einzelnen Samen mit Schwebehäärchen an deren Ende. Typisch bei Disteln, Löwenzahn und weiteren Korbblütlern.
  • Frucht: Samen die von einer Fruchtwand umgeben sind. Ein Beispiel hierfür ist die Hagebutte.
  • Kapselfrucht: Die Samen sitzen in einer trockenen Frucht, die aus mehreren Fruchtblättern besteht. Typisch für Mohn, Schwertlilien, Nachtkerzen und des einjährigen Silberblatts.
  • Nussfrucht: In einer Frucht mit harter Schale bildet sich nur ein Samen aus. Typisch für die gemeine Hasel aber auch Bäume wie Buchen und die Walnuss.

Pflanzenbestimmung - Aufbau einer Pflanze

Die nachfolgende Grafik zeigt in einer vereinfachten Darstellung den Aufbau einer typischen Pflanze.

Pflanzenbestimmung - Aufbau einer Pflanze

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  • Ährchen: Eine Blütenform die häufig bei Gräsern vorkommt. Jedes Ährchen besitzt zwei außen sitzende Hüllspelzen. Darauf folgt die innere Deckspelze. Aus der Deckspelze hängen oft drei lang- und dünngestielte Staubblätter und eine Blütennarbe & Stempel.
  • Bedecktsamer: Die Samen dieser Pflanze sind in einem Fruchtknoten eingeschlossen.
  • Blütenboden: Der untere Teil der Blüte, in dem Blüte und Stiel aufeinandertreffen. Hier sitzen typischerweise auch der Fruchtknoten und die Kelchblätter. Auch die Blütenblätter sind mit dem Blütenboden verwachsen.
  • Blütenkopf: ein Synonym für die einzelnen Blüten in einem Blütenstand
  • Blütennarbe: Hierbei handelt es sich um den oberen Teil des Stempels. An der Narbe werden die männlichen Pollen gebunden und eine Befruchtung der Blüte erfolgt.
  • Blütenstempel: in der Mitte der Blüte herausragender Teil, der für die Bildung von Pollen zuständig ist. Dieser Stempel besteht aus der Narbe, dem Griffel und dem Fruchtknoten.
  • Endemit: Dieser Begriff stammt aus der Biologie und umfasst Pflanzen oder Tiere, welche nur in einer bestimmten, räumlich klar abgegrenzten Umgebung vorkommen.
  • Fruchtknoten: Hierin werden nach der Bestäubung die Samen ausgebildet – kommt nur bei Bedecktsamern vor.
  • Griffel: Der Übergangsteil des Stempels zwischen dem Blütenboden und der Narbe.
  • Kelchblatt / Sepal: Ein Blatt am Blütenboden, welches die äußere Hülle der Blüte bildet.
  • Kronblatt / Perigonblätter / Tepalen: Hierbei handelt es sich um die farbige Blätter der Blüte. Sie werden auch als Blütenblätter bezeichnet und geben der Blüte zudem ihre Form. Tepalen sind in diesem Fall gleich aussehende Blütenblätter welche alle die selbe Form haben.
  • Oberlippe: oberer Teil einer zygomorphen Blüte
  • rosettenartig: Die Blatter sind rund um die Pflanze angeordnet. Oft wird auch von einer Grundblattrosette gesprochen. Hierbei sitzen die Blätter dicht über dem Boden.
  • Scheindolde: Scheinblüten sind keine wirklichen Blüten. Sie sind mehr Blätter die eine andere Farbe annehmen können.
  • Spelzen: Spezielle Bezeichnung der Blüten bei Gräsern
  • Stängel: Der aufsteigende Teil der Pflanze, der sich über der Erde entwickelt und die Blätter und Blüten trägt.
  • Staubbeutel: Am Ende des Staubfaden bildet sich ein Staubbeutel. Hierin bilden sich die Blütenpollen welche für die Bestäubung der Pflanze benötigt werden.
  • Staubfaden: Es handelt sich hierbei um einen dünnen Stiel an dessen Ende sich der Staubbeutel bildet.
  • Staubblätter: Das Staubblatt ist für die Produktion von Pollen in der Blüte zuständig. Meist sind die Staubblätter in der Mitte der Blüte um den Stempel angeordnet.

Die “Rote Liste” ist eine Liste für den Naturschutz zur Dokumentation der Gefährdung und des Aussterbens von Arten. Es gibt verschiedene Kategorien auf der “Roten Liste”

  • GefGr. 0: die Art ist ausgestorben oder verschollen
  • GefGr. 1: die Art ist vom Aussterben bedroht
  • GefGr. 2: die Art ist stark gefährdet
  • GefGr. 3: die Art ist gefährdet
  • GefGr. V: die Art steht bereits auf der Vorwarnliste
  • GefGr. R: die Art gilt als extrem selten, ist aber ungefährdet

Zusätzlich können verschiedene Verordnungen für besonders streng geschützte Arten angewendet werden:

  • Bundesartenschutzverordnung: BArtSchV
  • Washingtoner Artenabkommen: CITES

Ich biete jedem kostenlos meine Hilfe bei der Bestimmung von Pflanzen an. Einfach eine E-Mail schreiben und schon kann ich weiterhelfen.

Pflanzenbestimmung@blumen-natur.de

Bei der Pflanzenbestimmung hilft mir der “Bildatlas der Farn und Blütenpflanzen Deutschlands” (ein sehr gutes Fachbuch, https://goo.gl/6tC7cj) oft weiter.