Buschwindröschen, weißes

Eine der typischen Frühlingsblüher, das “weiße Buschwindröschen” (Anemone nemorosa).

Vorkommen und Verbreitung: Das weiße Buschwindröschen kommen in Auewäldern und feuchten Laubmischwäldern in fast ganz Europa vor. Die Verbreitung erstreckt sich von Südskandinavien bis nach Nordspanien.

Blüten & Blätter: Die Blüten besitzen 6 bis 8 (in seltenen Fällen bis zu 12) weiße (seltener auch rosa) Blütenblätter. Die grünen Stielblätter können bis zu acht Zentimeter lang werden. Sie sind dreiteilig und grob gezähnt. Während der Blütezeit besitzt die Pflanze nur drei Stängelblätter. Das Windröschen erreicht eine Wuchshöhe von ca. 7 bis 30 cm. Die Blüten erscheinen von März bis in den Mai.

Besonderheiten

Giftigkeit der Pflanze: Alle Teile des Buschwindröschen sind durch die enthaltenen Gifte ungenießbar. Die Hauptwirkstoffe sind Protoanemonin, Anemonol und andere unbekannte Giftstoffe. Die tödliche Dosis für eine Erwachsene Person liegt bei ca. 30 Pflanzen. Sie ist nicht für die Ernährung oder medizinische Anwendung geeignet!

Volkstümliche Namen: Im Schwäbischen (Bayerisch-Schwäbisch) wird das Windröschen auch als “Holzglöckeler = Waldhähnchen” oder “Hematlenz” bezeichnet.

  • Der Name Holzglöckeler wird bereits im “Kreutterbuch” von Leonhart Fuchs aus dem Jahr 1543 erwähnt. Die Herkunft des Namens ist aber unbekannt.
  • Als “Hematlenz (in anderen Regionen: Hemdmatz)” werden in Oberbayern und Schwaben die “kleinen Kinder” genannt, wenn sie mit weißen Hemden herumlaufen. Die weißen Blüten erinnern an diese.
  • Am schweizerischen Bodenseeufer und der Ostschweiz wird die Pflanze auch als “Bettseicherli” bezeichnet.

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1, M2, F, (K)

*Leonhart Fuchs (* 17. Januar 1501; † 10. Mai 1566) gilt als einer der Väter der Botanik. Sein Werk “The New Herbal Of 1543”

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