Wiesen-Knöterich

Ein “Pfeifenputzer” der auf der Wiese wächst, der “Wiesen-Knöterich / Schlangen-Knöterich” (Bistorta officinalis ssp. officinalis).

Vorkommen und Verbreitung: Der Wiesen-Knöterich wächst vor allem auf feuchten Wiesen, in Auenwäldern und auf Hochstaudenfluren. In Nordamerika gilt es als Neophyt. In den Allgäuer Alpen ist die Pflanze auf einer Höhe von bis zu 1.800 Metern zu finden.

Wuchsform: Die Pflanze ist mehrjährig und erreicht eine Wuchshöhe von 30 bis 80 cm hoch. Die Blätter am unteren Ende des Stängels bilden eine Rosette. In der Mitte der Pflanze bildet sich pro Pflanze ein Stängel. Die Blütenstände sitzen am Ende dieser langen Stiele.

Blätter: Die Blätter haben eine längliche, pfeilförmige Form und erreichen eine Länge von bis zu 18 cm. Auf der Unterseite sind sie leicht behaart. Am Stängel selbst können sich kleinere kürzere Blätter bilden.

Blüten: Die Blüten sind ährenartig aufgebaut und besitzen rotweiße bis rosa farbigen Blütenblättern. Die Blütenblätter sind am unteren Teil miteinander verbunden. Die Blüten besitzen drei getrennte Griffel und acht Staubblätter im Inneren. Die Blütezeit reicht von Juni bis Juli. Die Blüten haben einen sehr starken Duft und ziehen viele Insekten, besonders Bienen, an.

Besonderheiten

Namensherkunft: Der Name “Schlangen-Knöterich” stammt vermutlich von den Verdickungen an den Wurzeln. Diese winden sich S-förmig durch den Boden und erinnern somit an Schlangen. Der Artenname “bistorta” steht im lateinischen für “zweifach gedreht”. Dies bestätigt weiter die Theorie zur Namensherkunft. In Skandinavien hat sie den volkstümlichen Namen “Schlangenwurzel” erhalten. In J. Sturms Flora von Deutschland wird sie zudem als Natternwurz (Polygonum bistorta) bezeichnet.

Lateinische Namen: Die Pflanze wird unter verschiedenen lateinischen Namen geführt. Diese verweisen alle auf den “Schlangenwurz / Schlangen-Wiesenknöterich / Wiesen-Knöterich / Schlangen-Knöterich”.

Verwendung als Heilpflanze

In der Naturheilkunde werden die Wurzeln als Vitamin C Lieferant verwendet. Sie enthalten zudem auch Oxalsäure, Gerbstoffe und Kohlenhydrate. Aus den Wurzeln kann ein Tee hergestellt werden, der zur Stärkung der Verdauung verwendet wird. Bei Hautausschlägen wurde sie auch als Heilpflanze verwendet. In alten Heilkundebüchern wird ihr eine adstringierende Wirkung zugesprochen.

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1, M2, F, K 

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