Alpen-Greiskraut

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Das Alpen-Greiskraut (Senecio alpinus) wird wegen seiner Bitterstoffe vom Vieh auf den Bergweiden vermieden – es ist zudem auch eine starke Giftpflanze.
~ Sehr starke Giftpflanze ~

Vorkommen und Verbreitung: Das Alpen-Greiskraut wächst unter anderem auf feuchten, nährstoffreiche Weiden und an Bachläufen in den Alpen auf bis zu 2.200 Metern Höhe. Die Pflanze siedelt sich zudem besonders um Alphütten an. Teilweise ist sie auch im Alpenvorland und Allgäu verbreitet.

Pflanzenbestimmung

Wuchsform: Es handelt sich um eine mehrjährige Pflanze. Sie kann eine Höhe zwischen 30 bis 100 cm erreichen. Sie besitzt einen buschigen, staudenartigen Wuchs. Der Stängel ist im oberen Teil reich verzweigt und wechselständig mit Blättern besetzt. Am Ende der Stängel bilden sich die Blütenrispen. Die Stängel besitzen eine grün bis rötliche Förbung.

Blätter: Die Blätter sind herzförmig aufgebaut und etwa 1,5 mal so lang wie breit. Außen sind sie unregelmäßig gesägt.

Blüten: Die gelben Köpfchen der Blüten haben 3 bis 4 cm im Durchmesser. Die Zungenblüten sind in einer Dolde von 13 bis 16 Blüten aufgebaut. Sie blüht von Juli bis September.

Giftigkeit der Pflanze – Hinweise zum Umgang

Giftigkeit der Pflanze: Alle Teile des Alpen-Greiskrauts sind sehr giftig. Sie sollte daher weder gepflückt noch gegessen werden. Durch Kühe werden diese Pflanzen gemieden, da sie einen bitter schmecken Giftstoff enthalten. Bei sehr hohen Dosen führen die aufgenommenen Giftstoffe zu einer sofortigen Vergiftung. Diese können besonders bei Pferden, Rindern und Kleinsäugern tödlich verlaufen. Die Vergiftungen bei Tieren können durch Vorhandensein der Pflanze im Futterheu hervorgerufen werden.

Inhaltsstoffe: Dieses Greiskraut / Kreuzkraut enthält, wie auch alle weiteren Greiskräuter, Pyrrolizidinalkaloide. Diese wirken leberschädigend und krebsauslösend. Der Gehalt der Giftstoffe ist in den Blüten bis zu doppelt so hoch wie im Rest des Krauts. ‼️ Vorsicht ‼️ Vergiftungssymptome mit kleinen Mengen der Alkaloide treten häufig sehr spät auf, d.h. teilweise nach Wochen oder Monaten.

Die Hauptpyrrolizidinalkaloide in der Pflanze sind Jacobin, Retrorsin und Senecionin.

Pyrrolizidinalkaloidgehalt in den Pflanzenteilen: Der Gehalt an Alkaloiden ist stark schwankend. In trockenen Pflanzenteilen beträgt der Gehalt durchschnittlich 0,2%. Die Pflanzen sind in Dürrfutter und Silage zu finden. (Quelle: CliniTox Datenbank)

Gefährdung der Pflanzen

Gefährdung der Pflanze: Auf der Roten Liste von Deutschland ist die Pflanze als nicht gefährdet eingestuft.

Verbreitungs-Codes: A, AV

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