Acker-Hornkraut, gewöhnliches

Eine sehr unscheinbare und oft übersehene Pflanze an den Wegrändern, das “Acker-Hornkraut / schmalblättriges Hornkraut” (Cerastium arvense).

Vorkommen und Verbreitung: Das Acker-Hornkraut kommt vor allem auf kalkreichen Halbtrockenrasen, an Feldrainen (auf Äckern?) und in selten Fällen auch auf kalkhaltigen gehölzfreien (subalpinen) Fels- und Geröllfluren vor. Die Pflanze bevorzugt dabei einen kalkhaltigen, trockenen Boden. Sie ist dabei in fast ganz Europa verbreitet. Sie ist zudem in den USA und Teilen von Russland verbreitet.

Wuchsform, Stängel & Blätter: Das Acker-Hornkraut erreicht eine Höhe von fünf bis dreißig Zentimetern. Die einzelnen Pflanzen sind bilden einen lockeren Pflanzenverband. Die Stängel sind am oberen Ende leicht verzweigt. Am Ende dieser Verzweigungen sitzen die Blüten. Die länglichen, schmalen (linear-lanzettlich) Blätter sitzen dabei gegenständig am unteren Teil des Stängels. Die Oberseite der Blätter sowie der Stängel sind weich behaart.

Blüte: Die Blüten haben fünf weiße Kronblätter. Diese sind am oberen Rand in zwei Teile gespalten. Eine Besonderheit hierbei besteht, dass sie größere Blüten als aller anderen Hornkrautarten haben. Sie können einen Durchmesser von 12 bis 20 mm haben. Im Inneren der Blüte bilden sich fünf Griffel und zehn Staubblätter. Die Blütezeit reicht von April bis in den Juli.

Früchte: Die Früchte bestehen aus einer leicht gekrümmten Kapsel. Bei starker Trockenheit öffnen sich diese Früchte und geben die Samen frei. Sie werden gerne von Ameisen verbreitet. Durch die leichten Widerhaken an den Samen haften sie auch an dem Fell von Tieren. Somit wird die Pflanze auch über weite Strecken verteilt.

Besonderheiten

Namensherkunft: Der Gattungsname “Cerastium” stammt vom griechischen Wort “keras” ab. Dies bedeutet “Horn” und bezieht sich auf die sich bildende gekrümmte Kapselfrucht.

Verwechslungsmöglichkeiten: Die Pflanze wird oft mit der sehr häufig vorkommenden Vogelmiere (Stellaria media) oder der Sternmiere (Stellaria nemorum) verwechselt werden. Diese Pflanzen besitzen aber deutlich mehr und gleichzeitig kleinere Blütenblätter.

Gefährdung der Pflanze

Auf der Roten Liste für Deutschland wird diese Art als “ungefährdet” eingestuft.

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1, M2, F, K

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