Akelei

Eine besondere Blume mit einem auffälligen Sporn an der Blüte, die “gewöhnliche Akelei” (Aquilegia vulgaris).
~ leichte Giftpflanze ~

Vorkommen und Verbreitung: Die Gattung der Akelei besteht aus etwa 120 Arten, die alle auf der nördlichen Halbkugel heimisch sind. Größere wild wachsende Bestände gibt es in Europa, Asien und Nordamerika. Sie bevorzugt dabei vor allem Buchen- und Mischwälder, kann aber auch auf Trockenmagerasen gedeihen. Sie benötigt kalkreiche Böden. In Gärten und Parks wird sie oft als mehrjährige Zierpflanze verwendet. In Süddeutschland ist die dunkel gefärbte ‚kleinblütige Akelei‘ anzutreffen.

Pflanzenbeschreibung

Wuchsform: Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 10 bis 45 cm. Die Stängel sind im oberen Teil der Pflanze deutlich verzweigt.

Blätter: Die Blätter der Akelei erscheinen bereits im März. Die jungen Blätter haben noch eine hellgrüne Färbung, die sich später zu einem leicht bläulichen Grün verändert. Im Herbst verfärben sie sich zu einem leichten rot. Die Blätter erreichen eine Länge von bis zu 12 cm.

Blüten: Die Blüten haben einen Durchmesser von 5 cm und hängen an bis zu 15 cm langen Stielen nickend am oberen Ende. Das obere Ende der Blüte ist mit einem hakigen Blütensporn besetzt. Am unteren Ende hängen die gelben Staubblätter aus der Blüte heraus. Die Nektardrüse sitzen in den Blütenspornen. Die Trichtermündung unter den Blütenblättern ist genau auf Hummeln ausgelegt. Somit werden die europäischen Arten vor allem durch Hummeln bestäubt. Die kurzrüsseligeren Bienen werden oft als Nektardiebe bezeichnet. Denn sie beißen die Blütensporne auf. Hierdurch wird die Blüte aber nicht bestäubt. Die amerikanischen Arten werden vor allem durch Kolibris bestäubt. Die Pflanzen haben eine Blütezeit von April bis in den Frühsommer

Die verschiedenen Unterarten haben verschiedene Blütenfarben. Die nordamerikanische Arten zeichnen sich durch ihre gelben bis rote Blüten aus. Wohingegen die europäische und asiatische Arten blaue bis violette, weiße oder rosa Blüten ausbilden.

Leichte Giftpflanze – Hinweise zum Umgang

Giftigkeit der Pflanze: Es handelt sich bei der Pflanze um eine leichte Giftpflanze. Sie enthält in allen Pflanzenteilen Giftstoffe die für Menschen und Tiere leicht giftig wirken. Der Anteil der Inhaltsstoffe kann sehr stark variieren. Sie ist auf keinen Fall für den Verzehr geeignet.

Inhaltsstoffe: Magnoflorin, Flavonoide, Cyanogene Glycoside

Symptome einer Vergiftung: Nach Aufnahme des Giftes kann es zu Reizerscheinungen des Magendarmtraktes auftreten. Sie kann zum Teil für Ziegen und Kühe giftig wirken. Bereits 20 Gramm der frischen Blätter können zu Atemnot, Herzbeschwerden und Krämpfen führen. Bisher sind noch keine tödlich verlaufende Fälle aufgezeichnet. Bei Menschen kann es nach Aufnahme größerer Mengen an Pflanzenteilen zu Benommenheit, Pupillenverengung, Atemnot und Durchfall kommen.

Erste Hilfe bei einer Vergiftung: Es ist ein Arzt aufzusuchen und gegebenenfalls der Giftnotruf zu informieren!

Besonderheiten

Namensherkunft: Der Name „Akelei“ stammt von dem italienischen Wort „aquilegia“ ab. Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes ist unklar. Der lateinische Name kann vom lateinischen Wort „aquila“ (Adler) abgeleitet werden. Die Nektarien sind gekrümmt wie der Schnabel / die Krallen eines Greifvogels. Der ältere Gattungsname war „Aquilina“! Eine weitere Erklärung für den Namen könnte sich aus den zwei lateinischen Worten „aqua“ (Wasser) und „legere“ (sammeln) ableiten lassen. Der zweite Namensteil „vulgaris“ kann mit häufig übersetzt werden. Quelle: Etymologisch-botanisches Handwörterbuch

Verbreitungs-Codes: keine (synthetisch)

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