Alpen-Edelweiß

Der “Alpen-Edelweiß” (Leontopodium nivale ssp. alpinum) ist wohl eine der bekanntesten und dennoch sehr selten gewordenen Pflanze der Alpen. Sie ist auch das Logo des Alpenvereins.

Vorkommen und Verbreitung: Der Alpen-Edelweiß wächst auf Geröllfluren von Gebirgsflüssen, grasarmen Hochstaudenfluren, zwischen Posterseggen und auf Kalkfugen-Fluren. Aufgrund seiner kleinen Population in den Alpen handelt es sich um eine sehr seltene Pflanze. Wer sie findet kann sich wirklich glücklich schätzen. Bei den oberen Bildern handelt es sich um eine Zuchtform. In den Kalkalpen im Norden und Süden ist er noch etwas häufiger vertreten als in den Zentralalpen.

Wuchsform: Sie erreicht eine Wuchshöhe von nur 10 bis 15 cm. Es handelt sich um eine ausdauernde, krautige Pflanze. Am Ende der unverzweigten Stängel bilden sich die Blütenstände.

Blätter: Die Blätter haben eine lanzettliche Form und sitzen an den Stängeln. Sie sind zudem wie auch der Stängel dicht mit wolligen Haaren besetzt.

Blüten: Die Blüten haben einen Durchmesser von nur 2 cm. Die scheinbaren Blütenblätter sind dabei wie der Rest der Pflanze dicht behaart. Es handelt sich dabei um die länglichen Hochblätter der Pflanze. In deren Mitte der “Blüte” bilden sich die eigentlichen Blütenstände. Durch ihre einzigartige Blütenform können sie mit keiner anderen Pflanze verwechselt werden. Die Blütezeit reicht von Juni bis in den August.

Besonderheiten

Geschichte des Edelweiß: Da es sich um eine meist nur schwer zu erreichende Pflanze handelt, wurde sie früher als Mut- oder Liebesbeweis gepflückt. Denn wenn ein Mann seiner Angebeteten die Blüte eines Edelweiß nach Hause brachte galt die Liebe als lang anhaltend.

Weitere Namen: In einem alten Buch über die Pflanzennamen in Bayern wird der Edelweis auch als “Hanetabbe” bezeichnet. (Tabbe bedeutet hierbei “Pfote”). Es gilt zudem als Symbol-Pflanze der Alpen und ist das Logo des Alpenvereins und der Bergwacht.

Gefährdung der Pflanze

Heutzutage ist die Pflanze stark vom Aussterben bedroht. Er im Jahr 1886 wurde sie unter strengen Naturschutz gestellt. Es ist daher verboten die Wildbestände zu pflücken oder auszugraben. Wer die Blütenpracht dennoch in seinem Garten haben möchte kann diese im Gartencenter kaufen. Dabei handelt es sich um Zuchtformen aus dem Himalaja.

In Deutschland steht der Alpen-Edelweiß bereits als “stark gefährdet” auf der Roten Liste aus dem Jahre 2009.

Verbreitungs-Codes: A

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