Beinwell, gemeiner

Eine der bekannten Heilpflanzen, der “gemeine Beinwell” (Symphytum officinale).

Vorkommen und Verbreitung: Der gemeine Beinwell kommt in Nass- und Moorwiesen, an Ufern und in Auwäldern vor. Die Heimat des Beinwells liegt vermutlich in Kleinasien. Die Pflanze hat sich in Richtung Westsibirien ausgebreitet. Sie wurde durch die Verwendung als Heilpflanze nach Europa eingeschleppt. Im Mittelalter wurde der Beinwell bereits in einige Klostergärten kultiviert, wodurch er sich in Europa ausgebreitet hatte.

Wuchsform: Der echte Beinwell ist eine krautige Pflanze und erreicht eine Wuchshöhe bis zu 60 cm. Bei optimalen Standortbedingungen kann sie aber auch 110 cm hoch werden.

Blüten & Blätter: Die Blüten sind rot-violett oder gelblich-weiß. Die Blütezeit reicht von Ende Mai bis Anfang Oktober. Blütenblätter haben eine Länge von 1,2 bis 1,7 cm. Die Blätter haben eine dunkelgrüne Färbung. Sie laufen vorne spitz zu und haben einen leicht gewellten Rand.

Einteilung der Arten: Anhand der Blüten können die Hauptrassen unterschieden werden:

  • Violetter Beinwell (Symphytum officinale purpureum)
  • Weißlicher Beinwell (Symphytum officinale ochroleucum)

Inhaltsstoffe der Heilpflanze: Die Beinwellwurzel wird als Arzneimittel verwendet. Sie enthält 0,6 bis 0,8 Prozent Allantoin. Zudem enthält sie 0,04 bis 0,6 Prozent Pyrrolizidinalkaloide. Daneben stecken Gerbstoffe, Schleimstoffe in den Wurzeln. Die Extrakte werden bei Prellungen oder Zerrungen als leichtes Schmerzmittel angewendet.

Namensherkunft: Der Gattungsname “Symphytum” leitet sich von den griechischen Wörtern:

– “syn” = “zusammen

– “phyo” = wachsen

ab. Hieraus kann das griechische Wort “symphytos” gebildet werden. Damit ist vermutlich die Fähigkeit der Wundheilung gemeint. Es wird der Pflanze nachgesagt, dass sie das Zuammenwachsen von Knochen und Wunden fördert.

“Officinale” deutet auf den Gebrauch in Apotheken hin. Denn ” officinalis” bedeutet so viel wie: „in den Apotheken gebraucht / verwendet“.

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1, M2, F, K

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