Bergaster / Kalk-Aster

Dem lateinischen Namen (Aster) nach ist die “Bergaster / Kalk-Aster” (Aster amellus) ein wahrer Stern. Sie wird auch gerne in alten Bauerngärten als Zierpflanze verwendet.

Die Kalk-Aster / Bergaster kann als sehr haltbare Schnittblume verwendet werden.

Vorkommen und Verbreitung: Die Kalk-Aster ist in fast ganz Europa anzutreffen. Sie benötigt einen kalkhaltigen Boden zum wachsen. Im „Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ gilt die Art als einheimisch. Die Kalk-Aster ist dort vor allem an sonnigen und trockenen Stellen finden. Sie wird heutzutage auch in gerne in Gärten als Zierpflanze verwendet.

Wuchsform: Die Pflanzen sind 40 bis 70 cm hoch. Sie hat eine strauchförmige Wuchsform. Sie verbreitet sich durch die Wurzeln von selbst.

Stängel, Blüten: Die hochstehenden Stängel sind mit kurzen Haaren besetzt. Die Blüten der Kalk-Aster besitzen hell- bis dunkelviolett gefärbten Deckblätter. Sie bilden 3 – 8 cm breite Körbchen, welche raidär aufgebaut sind. Die inneren Scheibenblüten haben eine gelbe Färbung und einen röhrenförmigen Aufbau. Sie bestehen aus 5 Staubblätter. Die Deckblätter sitzen in mehreren Reihen. Die Körbchen bilden Gruppen von 5–15 Scheinblüten. Die Blütezeit reicht von August bis in den September.

Blätter: Die Blätter sitzen wechselständig an der Pflanze. Die unteren Blätter haben einen länglichen Stiehl. Am oberen Teil der Pflanze sitzen die Blätter direkt am Stiehl. Sie haben verkehrt-eiförmige, leicht eingesägte Blätter.

Besonderheiten

Weitere Namen: Früher war die Pflanze in Finnland auch als Sternblume bekannt. Der volkstümliche Name für die Kalk-Aster ist „Bergaster“.

Gefährdung der Pflanze: Die Pflanze ist auf der Roten Liste Deutschlands bereits als gefährdet eingestuft. Die Kalk-Aster steht zudem unter Naturschutz und zählt durch die Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) zu den besonders geschützten Arten. Die Pflanze darf auf keinen Fall abgepflückt oder für den Garten gesammelt werden. Züchtungen können im Gartenfachhandel erworben werden. Die einzelnen Gefährdungsgrade sind wie folgt:

– Deutschland: gefährdet (Status: 3)

– Baden-Württemberg: Vorwarnstufe (Status: V)

– Bayern: gefährdet (Status: 3)

– Brandenburg: vom Aussterben bedroht (Status: 1)

– Bremen: vom Aussterben bedroht (Status: 1)

– Hessen: stark gefährdet (Status: 2)

– Niedersachsen: vom Aussterben bedroht (Status: 1)

– Nordrhein-Westfalen: R (extrem selten)

– Rheinland-Pfalz: gefährdet (Status: 3)

– Saarland: stark gefährdet (Status: 2)

– Sachsen: Ausgestorben (1893)

– Sachsen-Anhalt: gefährdet (Status: 3)

– Thüringen: stark gefährdet (Status: 3)

Verbreitungs-Codes: AV, M1, M2, F (teilweise: sythetisch)

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