Efeu

Eine Pflanze, die bereits in den Tropenwäldern des Tertiärs existierte, der “gemeine Efeu” (Hedera helix) – Er ist zur Pflanze des Jahres 2010 gekürt..

Vorkommen und Verbreitung: Der Efeu wächst in fast ganz Europa in Laubwäldern, auf Felsen und Mauern und in Auenwäldern.

Wuchsform: Der Stamm kann bis zu 20 Meter lang werden und ist dicht mit kleinen Haftwurzeln besetzt. Die Pflanze kann mit diesen Ausläufern bis in die Spitzen ihrer Wirtsbäume klettern. Die feinen Haftwurzeln klammern sich hierbei an der Rinde von Bäumen fest. Die verholzten Stämme erreichen zudem eine Dicke von 30 cm (in der älteren Literatur: “schenkeldick“). Die Pflanze kann ein Alter von bis zu 450 Jahre erreichen.

Blätter: Die Blätter sind auf der Oberseite glänzend dunkelgrün gefärbt. Die Pflanze ist das ganze Jahr immergrün. Bei einigen Sorten färben sich die Blätter im Winter, bei sehr kalten Temperaturen, rötlich.

Blüten: Die Blüten sind unscheinbar grün bis gelblich und in einer Halbkugel angeordnet. Die Blüten besitzen in der Regel fünf Blütenblätter und besitzen zwei bis vier Blütenstempel. Die Blütenblätter breiten sich leicht nach unten aus. Aus diesen unscheinbaren Blüten entwickeln sich später die typischen schwarzen Beeren.

Besonderheiten

Giftigkeit der Pflanze: Alle Teile des Efeus sind giftig. Die Beeren enthalten die Giftstoffe alpha-Hederin und Falcarinol. Bereits kleinere Mengen der Beeren können Vergiftungen hervorrufen. Teile des Efeus werden zur Herstellung von Medikamenten verwendet. Diese sollten aber nicht selbst hergestellt werden. Es ist kein Hausmittel!!

Namensherkunft: Der botanische Name “Hedera helix” leitet sich von seiner Eigenschaft als Schling- und Kletterpflanze ab. Im altgriechischen wurden die Begriff hédra (Sitz) und helissein (winden, drehen) für die Beschreibung der Pflanze verwendet.

Nach J. Sturm’s Buch “Flora von Deutschland, Band 12, Seite 12″ eine Erklärung der Namensherkunft des Deutschen Namen angedeutet. Der Name “Efeu” stammt hiernach vielleicht aus der gleichen Altdeutschen Namenswurzel wie die “Eibe”. In den Dialekten des 20. Jahrhunderts zeigt sich dies deutlich. So wird der heutige Efeu als “Epfeu, Efheu, Ebheu, Eppich” bezeichnet.

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1, M2, F, K

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