Eisenhut, gelber

Eine der giftigsten Pflanzen Deutschlands, der “gelbe Eisenhut” – Er wird auch als Wolfs-Eisenhut (Aconitum lycoctonum) bezeichnet – Achtung es handelt sich hierbei um eine bei Verzehr tödliche Giftpflanze!

Vorkommen und Verbreitung: Gelber Eisenhut (oder alternativ Wolfs-Eisenhut) wächst in den Gebirgen in Mittel- und Süd-Ost-Europas (Alpen, Jura, Vogesen etc.) auf einer Höhe von bis 2.400 Meter vor. Gezüchtete Arten werden als Zierpflanze in Gärten verwendet. Kann in seltenen Fällen auch in den Mittelgebirgen Deutschland gefunden werden.

Wuchsform & Stängel: Gelber Eisenhut erreicht eine Wuchshöhe von 40 bis 150 cm und bildet steif aufrechte Stängel.

Blätter: Die Blätter der Pflanze sind ca. handgroß und 5 bis 7-fach fächerförmig geteilt. Es handelt sich hierbei um eine gegabelte Die Blätter haben eine dunkelgrüne Färbung auf der Blattoberseite und eine leicht hellgrüne auf der Unterseite.

Blüten: Die schwefelgelben Blüten sitzen in einer dichten, endständigen Traube am oberen Ende der Stängel. Das obere Blütenblatt hat die Form eines Helms und ist immer breiter als hoch. Sie blüht von Juni bis August.

Starke Giftpflanze – Hinweise zum Umgang

Wichtiger Gefahrenhinweis zur Pflanze: Es wird stark davon abgeraten gelben Eisenhut im Garten zu kultivieren wenn Kinder im Haushalt leben. Bereits bei einer einfachen Berührung mit Pflanzenteilen wird dazu geraten die betroffenen Stellen gründlich abzuwaschen. Auch bei Haltung von Haustieren ist von einer Kultivierung abzusehen, da sie für Pferde, Rinder, Hunde, Katzen, Hasen, etc. ebenfalls sehr giftig ist. Beim Umgang mit der Pflanze sollten dringend Handschuhe verwendet werden!

Giftigkeit der Pflanze / Verwendung als Heilpflanze: Der “Gelbe Eisenhut / Wolfs-Eisenhut” wird als Giftpflanze bezeichnet. Die gesamte Pflanze ist hoch giftig! Dennoch wird sie in der Homöopathie (z.B. gegen Mandelentzündungen) eingesetzt.

Giftige Inhaltsstoffe der Pflanze: Vorwiegend in den Knollen, aber auch in den restlichen Teilen der Pflanze ist das stark wirksame Alkaloid ” Lycaconitin” enthalten. Bereits wenige Gramm der Pflanze (ca. 4 – 10 mg Lycaconitin) sind für einen Erwachsenen von tödlicher Wirkung. Das Gift ist bereits durch die Berührung der Pflanze in der Lage durch die Haut in den Körper einzudringen. Somit kann allein die Berührung der Blätter oder Blüten bereits zu Hautschäden, Ausschlägen, Brennen bis hin zur Taubheit führen. Besonders Kinder sind stark gefährdet, die beim spielen Pflanzenteile abpflücken und verschlucken. Über die Schleimhäute wird das Gift sehr schnell aufgenommen!

Vergiftungserscheinungen: Die Vergiftungserscheinungen zeigen sich bereits nach wenigen Minuten. Zunächst wirkt der Giftstoff anregend und später lähmend auf die Nerven des Gehirns. Als erstes Symptom tritt ein Kribbeln, in Verbindung mit deinem Brennen am ganzen Körper auf. Es kommt danach zu einem Kältegefühl und Erbrechen & Durchfällen. Die Körpertemperatur sinkt ab, die Atmung wird unregelmäßig, der Blutdruck sinkt, der Tod erfolgt durch Herzversagen oder Atemstillstand. Der Exitus tritt bei einer Vergiftung bereits nach 40 – 60 Minuten ein.

Besonderheiten

Namensherkunft: Der griechische Zusatz “Lycoctonum” (griech. Wolfstöter) weist sehr stark auf die frühere Verwendung als Gift gegen Wölfe hin. Hieraus entwickelte sich der Name “Wolfs-Eisenhut”.

Gefährdung der Pflanze: Der gelbe Eisenhutsteht wie alle weiteren Eisenhut-Arten unter strengem Schutz und sollte auf keinen Fall gepflückt werden! Die Pflanze ist in der Anlage 1 der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV). Auf der Roten Liste für Deutschland ist er bisher als noch nicht gefährdet eingestuft. Dennoch steht sie bereits auf einigen regionalen Roten Listen. Die einzelnen Gefährdungsgrade sind wie folgt,

– Baden-Württemberg: * (ungefährdet)

– Bayern: * (ungefährdet)

– Hessen: 3 (gefährdet)

– Niedersachsen: 3 (gefährdet)

– Nordrhein-Westfalen: 3 (gefährdet)

– Rheinland-Pfalz: * (ungefährdet)

– Saarland: 1 (vom Aussterben bedroht)

– Sachsen: 1 (vom Aussterben bedroht)

– Sachsen-Anhalt: * (ungefährdet)

– Thüringen: * (ungefährdet)

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1, M2, (F)

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