Günsel, kriechender

Der kriechende Günsel (Ajuga reptans) – Eine als Unkraut verschriene Pflanze, die aber wahlweise als Tee oder Tinktur hilfreich gegen Sodbrennen ist – zudem eine gute Beilage zum Wildkräutersalat.

Vorkommen und Verbreitung: Kriechender Günsel ist in fast ganz Europa anzutreffen. Dabei wächst er auf Wiesen, Wegrändern zusammen mit anderen Unkrautpflanzen. Auch in unseren Gärten ist diese Wildstaude sehr häufig anzutreffen.

Wuchsform & Stängel: Es handelt sich um eine mehrjährige Pflanze, die eine Wuchshöhe von bis zu 30 Zentimeter erreichen kann. Der Stängel hat eine vierkantige Form und ist leicht behaart.

Blätter & Blüten: Die Blätter des Günsels sind spatelförmig und stumpf gezahnt. Diese stehen dicht und wechselständig an den Stängeln. Die Blätter sind hellgrün gefärbt. Die Blütenkrone besteht aus mehreren Ringen von zwei bis sechs Blüten. Hierdurch bildet sich das typische ährenartige Aussehen der Pflanze. Die Blüten sind dunkelblau bis leicht violett gefärbt und besitzen eine zygomorphe Form. Die kleinen gelben Blütenstempel ragen aus der Blüte heraus. An diesen bilden sich die Pollen. Die Blüten sind bei Bienen und Hummeln sehr beliebt. Die Blütezeit reicht von April bis in den Juni.

Verwendung als Heilpflanze

Verwendung als Heilpflanze: Kriechender Günsel ist eine wohl etwas in Vergessenheit geratene Heilpflanze. Sie kann dabei bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt werden. Dabei ist die Pflanze wahlweise als Tee oder Tinktur anwendbar. Sie wirkt antibakteriell, beruhigend und harntreibend. Sowohl der Tee als auch die Tinktur können bei Sodbrennen oder Verdauungsbeschwerden eingesetzt werden.

Tee: Der Tee wird aus ein bis zwei Teelöffel des getrockneten Günsels hergestellt. Die Blätter werden mit kochendem Wasser übergossen und für 10 Minuten ziehen gelassen. Es sollten aber nicht mehr als ein bis drei Tassen pro Tag getrunken werden. Nach sechs Wochen Daueranwendung sollte eine Pause eingelegt werden. Ansonsten kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen.

Tinktur: Die Blätter in einem Schraubdeckel-Glas mit einem klaren Alkohol übergießen und für 2 bis 6 Wochen ziehen lassen. Die hergestellte Mischung anschließend in einer dunklen Flasche zu lagern. Wem die Tinktur zu stark ist, kann sie mit Wasser verdünnen. Täglich sollten bis zu 10 Tropen eingenommen werden.

Verbreitungsgebiet-Code: A, AV, M1, M2, F, K

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