Hauhechel, dorniger

Eine dornige Angelegenheit, der “dornige Hauhechel” (Ononis spinosa).
Dorniger Hauhechel -

Vorkommen und Verbreitung: Der Dornige Hauhechel kommt auf Kalkmagerrasen, an Wegen und auf Moorwiesen vor. Es handelt sich um einen Magerkeitsanzeiger und Weideunkraut.

Wuchsform: Die Pflanze ist am Grund holzig und besitzt dornige Zweige. Sie kann eine Höhe von 30 bis 60 cm erreichen. Die Pflanze wächst starr aufrecht. Die unterirdischen Ausläufer bilden ein stark verzweigtes Netz.

Blüten & Blätter: Die Stängel sind mit kräftigen Dornen besetzt und haben eine kurze Behaarung. Die Blätter sind 5 bis 15 mm lang. Etwa 2 bis 5-mal so lang wie breit am Ende spitz zulaufend. Die Blätter sind ebenfalls leicht behaart. Die Blüten sind kurz gestielt und 8 bis 25 mm lang. Die Farbe der Blüten ist rosa bis rotviolett. Sie sind symmetrisch zygomorph aufgebaut. Die Blütezeit reicht von Juni bis in den September.

Besonderheiten

Namensherkunft: Leonhart Fuchs* bezeichnete die Pflanze in seinem “Kreüterbuch” als “Hawhechel / Hawheckel”.

Er schrieb zum Namen (ins Hochdeutsche Übersetzt) “es verwurzelt sich so tief in den Boden, dass man es durch hacken ausrotten muss. Es wird auch wegen seiner Dornen, die es zwischen den Blättern hat, Hauhechel genannt. Die Dornen ähneln einer Hechel, die man zum flachsen braucht.

Manche nennen die Pflanze auch “Ochsenbrech / Pflugsperr”. Die feinen Wurzeln der Pflanze können eine Ochsen- oder Pferdepflug aufhalten und die Achsen zum Brechen bringen. Auch wird der Wurzel nachgesagt, dass sich in ihr die Pferde und Ochse verhadern.

Der Name “Hauhechel” wurde durch Konrad Gesner** in seinen Büchern geprägt.

Frühere Verwendung als Heilpflanze: Bereits im Altertum wurde die Pflanze als Heilpflanze verwendet. Es gilt als harntreibend, antibakteriell und entzündungshemmend. In der heutigen Medizin findet die Pflanze keine Verwendung mehr. Es wird von der Selbstmedikation abgeraten! Eine starke Nebenwirkung einer zu hohen Dosierung ist die Auflösung von roten Blutkörperchen!

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1, M2, F, K

*Leonhart Fuchs (* 17. Januar 1501 in Wemding bei Donauwörth; † 10. Mai 1566 in Tübingen)

**Konrad Gesner (1516-1565), Professor in Lausanne und Zürich

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