Nachtkerze, rotkelchige

Die “rotkelchige Nachtkerze” (Oenothera glazioviana) wurde ursprünglich im 17. Jahrhundert aus Amerika in Europa eingebürgert.
Nachtkerze

Vorkommen und Verbreitung: Die gewöhnliche Nachtkerze kommt bei uns auf sandigen oder kiesigen Plätzen, an Dämmen und in Steinbrüchen vor. Es handelt um eine nach Europa eingeschleppte Pflanze, denn ursprünglich stammt sie aus Nordamerika. Bereits ab Mitte des 17. Jahrhunderts wurde die Pflanze durch Seefahrer mitgebracht. In Deutschland kann man sie an vielen Orten verwildert antreffen.

Wuchsform & Stängel: Die Pflanze kann eine Höhe von 40–60 cm in manchen Fällen bis zu 1 Meter erreichen. Es handelt sich um eine zweijährige Pflanze. Im ersten Jahr bildet sich nur die Blattrosette. Im zweiten Jahr wachsen die Stängel und Blüten aus der Rosette. Sie bildet einen hohen, aufrechten Stängel an dessen Ende die Blüten sitzen. Die Form ist rundlich, leicht behaart und besitzt ein grüne (selten auch rötliche) Färbung. Die Wurzeln haben eine pfahlähnliche Form. Diese können bis zu einem Meter lang werden.

Blätter: Über dem Boden bildet sich eine Grundblattrosette. Diese haben eine längliche bis eiförmige Form. Die Blätter am Stängel sind deutlich kleiner und haben einen sehr kurzen Stiel. Sie laufen am Ende der Blätter in einer Spitze zusammen. Sie haben eine hellgrüne Färbung.

Blüten: Die Blüten sind tellerförmig aufgebaut. Die Kronblüten sind bis zu 3 cm groß. Die Farbe der Blüten ist eine gelb bis gelbgrüne Färbung. Dabei strömen die Blüten einen angenehmen süßlichen Duft. Diese sind in einer Blütentraube angeordnet. Die Blüten selbst sitzen an einem lange Stängel. Im Inneren bildet sich ein weit nach außen stehender Stempel mit einer viergeteilten Narbe, Die Blütezeit reicht von Juni bis in den September.

– Unterscheidung zur gewöhnlichen Nachtkerze: Die rotkelchige Nachtkerze hat deutlich rot gefärbte Kelchblätter. Diese sind am besten im nicht aufgeblühten Zustand zu erkennen. Zudem sind die Blütenblätter deutlich größer als bei der gewöhnlichen Nachtkerze.

Besonderheiten

Diese Unterart der Nachtkerze wurde, ähnlich wie die gemeine Nachtkerze, erst im 17. Jahrhundert nach Europa eingeführt. Ursprünglich stammt die Pflanze wie die weiteren Vertreter der Art aus Amerika. Dort wurde sie früher unter anderem als Wurzelgemüse in der Schweinezucht / Mast genutzt.

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1, M2, F, K

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.