Papierstrauch, japanischer

Ein auffälliger Zierstrauch mit einem wunderbaren Duft, der “japanische Papierstrauch” (Edgeworthia chrysantha) – Die Pflanze wird in der japanischen Papierherstellung verwendet.

Vorkommen und Verbreitung: Die japanischen Papiersträucher stammen ursprünglich aus Japan und China. In Japan wird sie als Tempelbaum benutzt. Dort wird der Strauch als “Mitsumata” bezeichnet. In unseren Breitengraden wird sie selten als Zierpflanze in Gärten und Parks verwendet.

Pflege der Pflanze: Die Pflanze bevorzugt einen leicht sauren, feuchten und humosen Boden. Ein japanischer Papierstrauch benötigt zudem einen sehr sonnigen Standort. Die Pflanze reagiert sehr stark auf Trockenheit. Die Erde muss daher immer feucht gehalten werden. Vor Kälte und Frost müssen vor allem die Wurzeln im Winter geschützt werden.

Wuchsform: Ein japanischer Papierstrauch wächst in einer strauchartigen Form und kann eine Höhe von 70 cm bis zu 1,5 Meter hoch werden. Die Pflanze wächst nur sehr langsam und erreicht eine Breite von 80 cm bis zu 1,2 Metern. Der Busch hat eine papierartige Rinde.

Blätter: Die Blätter haben eine ovale Form und besitzen eine dunkelgrüne Färbung. Im Herbst verfärbt sich das Laub gelblich. Die Blätter werden im Winter abgeworfen.

Blüten: Die Blütenblätter sind weiß gefärbt und hat gelbe Spitzen. Sie sind außen seidig-weiß behaart. Die Blüten besitzen 4 Kelchzipfel. Sie sitzen in einer Kugelform. Bereits im März treiben die erste Blüten aus. Sie blühen bis in den April. Die Blütenkugeln erreichen einen Durchmesser von 5 bis 10 cm. Die Blüten verströmen einen angenehmen Duft.

Besonderheiten

Verwendung in der Papierherstellung: Die papierartige Rinde wird für die Herstellung des hochwertigem Japan-Papier verwendet. Die Rinde kann aber nur für 8 bis 12 Jahre verwendet werden, da sie danach sich nicht mehr für die Papierherstellung eignet. Die Bastfasern unter der Rinde werden herausgezogen. Sie bilden glänzende, lange Fasern, die fast wie Seide aussehen. Für die Papierherstellung werden sie weichgeklopft und als Papier (sog. washi) getrocknet. Das so gefertigte Papiere werden für die Herstellung von japanischen Geldscheinen verwendet. Zudem findet das Papier in der Kalligraphie und Kunst Verwendung.

Verwendung als Feuerholz: Die sehr biegsamen Äste können als Anmachholz verwendet werden.

Namensherkunft: Der botanische Name ist auf den irischen Botaniker “Michael Pakenham Edgeworth” (1812 – 1881) zurückzuführen. Die Pflanze wurde zu seiner Ehre benannt. Im Jahre 1885 wurde die Pflanze durch den englischen Botaniker “Joseph Dalton Hooker” (1817 – 1911) als einheimisch in China bis in den Himalaya (Nepal) bezeichnet.

Der deutsche Name “Papierbusch / Papierstrauch” leitet sich von der Papierherstellung ab.

Der japanische Name “Mitsumata” bedeutet übersetzt “dreigabelig / Dreizack” und weist auf die Verzweigung des Strauchs hin. Es wachsen meist drei Triebe aus dem Haupttrieb heraus. In der Mitte bildet sich die Blüte und an den zwei Seitentrieben bilden sich die Blätter.

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1, M2, F, K

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