Christophskraut, schwarzfruchtiges

Das schwarzfruchtige Christophskraut (Actaea spicata) ist nach dem vor Pest schützenden Schutzheiligen St. Christoph benannt. Man glaubte, dass die Pflanze vor der Pest schützende Wirkstoffe enthielt.

Vorkommen und Verbreitung: Das schwarzfruchtige Christophskraut wächst in den nährstoffreichen Buchen- oder Tannenwäldern. Sie ist auch in Schlucht- und Schatthang-Wäldern zu finden. Beim Boden bevorzugt sie vor allem Braunerde.

Wuchsform, Stängel & Blätter: Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 30 bis 70 cm. Die Stängel sind einzeln und nur leicht verzweigt. Am Ende der Stängel sitzen die Blütenähren. Die großen dreilappigen Laubblätter sind hellgrün. Die einzlenen Laubblatteile sind ebenfalls dreilappig gefiedert und am Rand eingesägt.

Blüten, Beeren: Das Christophskraut hat eine Blütezeit von Mai bis Juli. Die reinweißen Blüten stehen in Trauben am Ende des Stängels. Sie haben vier Blütenblätter und lange Staubblätter. Je nach Art wachsen schwarze, weiße / rote Beeren heran. Die Art “spicata” trägt schwarze Beeren an den Rispen. Die rot- und weißbeerigen Kräuter stammen ursprünglich aus Nordamerika.

Giftigkeit & Wirkung: Es handelt sich um eine Giftpflanze. Sie enthält Alkaloide wie Magnoflorin. Es sammelt sich vor allem in den Beeren. Diese sind somit für Kinder und Vögel gefährlich. Die Gifte rufen Entzündungen im Magen und Darm vor. Sie sollten nicht in der Heilkunde verwendet werden!

Gefährdung der Pflanze: Auf der Roten Liste für Deutschland wird diese Art als “ungefährdet” eingestuft.

Namensherkunft: Der heutige Name “Christophskraut” hat sich über die Jahrhunderte gewandelt. Früher wurde es vor allem in alemannischen Sprachraum und in den volkstümlichen Gebieten als “Christophelskraut” oder “Hexenkraut” bezeichnet. Schon im Jahr 1560 hat der Botaniker und Theologe “Benedictus Aretius” es in seinen Werken als “Christoffelskraut” benannt. Der heilige Christophorus galt als Schutzpatron gegen die Pest und Seuchen. Der Beiname “Hexenkraut” stammt vermutlich von einem volkstümlichem Aberglauben, wonach der Pflanze geheimnisvolle Kräfte zugesagt wurden. Dies wurde dadurch begründet, dass sie bevorzugt an schattigen Waldstellen, Orte an dem Hexen sich gerne aufhalten, wächst.

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1, M2, F

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