Seifenkraut, echtes

Das echte Seifenkraut (Saponaria officinalis) wurde früher als Waschmittel verwendet. Es enthält eine große Menge des Seifenstoffs “Saponin”.

Vorkommen und Verbreitung: Das Seifenkraut wächst sehr zerstreut in Auen, in Hecken, an Zäunen und Mauern. Gerne auch an Ufern von Flüssen und Seen. Stellenweise findet man sie auch in Bauerngärten oder verwildert in Obstgärten. Die Pflanze ist in ganz Europa bis nach Asien verbreitet. In Nordamerika gilt sie als invasive Art.

Wuchsform: Die Pflanze hat einen aufrechten Wuchs. Sie erreicht dabei eine Wuchshöhe von 30 bis 70 cm. Die bis zu fingerdicken Hauptstängel bilden ausläuferartig weitere Nebenstängel. Diese sind von Grund auf leicht flaumig behaart.

Blätter: Die Laublätter sitzen gegenständig an den Stängeln. Sie sind eliptisch bis länglich-lanzettlich und laufen nach oben spitz zu. Die Blätter sind von einer Mittelrippe und jeweils einem Seitennerven durchzogen.

Blüten: Die Blüten sitzen in einer reichblütigen, dichten Blütenrispe. Sie haben einen schwachen aber angenehmen Duft. Der Blütenkelch ist zylindrisch aufgebaut, blassgrün gefärbt und leicht behaart. Aus diesem Kelch bilden sich die fünf blassrosa (selten weiß) gefärbten Kronblätter. Am Schlundeingang hat sie eine kleine Nebenkrone. Die Blüten haben nur einen Durchmesser von 20 bis 25 mm pro Blüte. Die Blütezeit reicht von Juni bis in den September.

Besonderheiten

Frühere Verwendung als Heilpflanze: Früher wurde die Wurzel als Heilpflanze verwendet. Heute wird sie aber nicht mehr in der Volksmedizin angewendet.

Verwendung als Waschmittel: Die Blätter und besonders die Wurzeln enthalten den Seifenstoff “Saponin”. Die Wurzeln wurden früher zum Waschen von Kleidung verwendet.

Namensherkunft: Der Name “Saponaria” leitet sich von dem lateinischen Wort “sapo” ab. Es lässt sich dabei als “Seife” übersetzen. Das Wort “offizinell” deutet auf die frühere Verwendung als Heilpflanze hin. Denn sie wurde bereits von den Griechen, allen voran “Hippokrates von Kos” als Heilmittel verwendet.

Gefährdung der Pflanze

Auf der Roten Liste für Deutschland wird diese Art als “ungefährdet” eingestuft.

Baden-Württemberg: * (Status: ungefährdet)

Bayern: * (Status: ungefährdet)

Berlin: * (Status: ungefährdet)

Brandenburg: * (Status: ungefährdet)

Bremen: * (Status: ungefährdet)

Hamburg: * (Status: ungefährdet)

Hessen: * (Status: ungefährdet)

Mecklenburg Vorpommern: * (Status: ungefährdet)

Niedersachsen: * (Status: ungefährdet)

Nordrhein-Westfahlen: * (Status: ungefährdet)

Rheinland-Pfalz: * (Status: ungefährdet)

Saarland: * (Status: ungefährdet)

Sachsen: * (Status: ungefährdet)

Sachsen Anhalt: * (Status: ungefährdet)

Schleswig-Holstein: * (Status: ungefährdet)

Thüringen: * (Status: ungefährdet)

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1, M2, F, K

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