Winterling

Ein gerne im Garten gepflanztes Hahnenfußgewächs, der ” Südeuropäische Winterling” (Eranthis hyemalis).

Vorkommen und Verbreitung: Der Winterling kommt natürlicherweise in feuchten Laubwäldern in Südosteuropa vor. In Mitteleuropa wird sie als Zierpflanze in Gärten und Parks verwendet. Sie kommt aber auch einzeln verwildert auf Wiesen und in Weinbergen vor. 

Das größte natürliche Vorkommen in Mitteleuropa ist womöglich im Rautal bei Jena (wird auch als Tal der Winterlinge bezeichnet).  In anderen Gegenden werden Winterlinge dennoch als Neophyt (eingebürgerte Pflanzen) angesehen. Bereits im 17. Jahrhundert haben Weinbauern aus dem Mittelmeergebiet die Winterlinge nach Deutschland gebracht.

Blüten: Die Winterlinge besitzt 5 – 6 gelbe Blütenblätter. Sie ist einer der ersten Frühlingsblumen und zeigt die Blüten bereits auch wenn noch Schnee aus dem Winter liegt. Die Blütezeit ist von Januar – März. Sie öffnen sich bei Sonnenschein und nicht zu tiefen Temperaturen.

Knolle: Sie besitzen eine unterirdische Knolle. Diese dienen den Winterlingen als Überdauerungsorgane, in denen sie Nährstoffe speichern können.

Stängel: Der Stängel hat eine rotbraune Färbung und erreicht eine Höhe von 5 – 15 cm. Die Blätter befinden sich direkt unterhalb der Blüten und haben eine palmartige Einteilung.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome: Der Winterling enthält Glycoside von Chromon-Derivaten. Hierdurch wird die Pflanze giftig für Menschen und Tiere! Eine Vergiftung kann sich auf die Herztätigkeit auswirken sowie Übelkeit, Erbrechen und Durchfälle verursachen. In der Knolle finden sich die meisten Wirkstoffe, es gilt aber die ganze Pflanze als sehr giftig. Auf keinen Fall sollte sie für homöopathische Zwecke verwendet werden!

Verbreitungs-Codes: (A, AV, M1, M2, K -synthetisch), F

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