Acker-Kratzdistel

Sie wird oft als Ackerunkraut verschrien, dabei handelt es sich für viele Insekten um eine wichtige Nektarquelle, die “Acker-Kratzdistel” (Cirsium arvense).

Vorkommen und Verbreitung: Die Acker-Kratzdistel wächst sowohl an Bäche und kleinen Flüssen, in Schlehengebüschen als auch auf halbruderalen Quecken-Trockenfluren, in Acker-Beikrautfluren, kalkarme Lehmäcker und an unbefestigten Verkehrswegen.

Pflanzenbeschreibung

Wuchsform: Die Wuchshöhe der Pflanze beträgt ca. 30 cm bis 150 cm. Die Stängel sind sehr verästelt und besitzen viele Blüten an deren Enden. Unterirdisch können sich bis zu 1 Meter lange Rhizome bilden.

Blätter: Die Stängel sind reich beblättert. Die Laubblätter sind buchtig gezähnt und haben eine dornige Bewimperung. Die Dornen sind etwa 5 mm lang und spitz. Je weiter oben die Blätter am Stängel sitzen, desto kleiner und weniger behaart sind sie. Die Ränder sind dennoch stachelig aufgebaut.

Blüten: Die Blütenkörbchen haben einen Durchmesser von ein bis zwei Zentimeter. Im Inneren bestehen diese aus 100 zwittrigen Blütenteilen. Die rein weiblichen Blüten sind in kleineren Blütenköpfchen angeordnet. Diese Kronzipfel sind nur zwei bis drei mm lang. Die Blütenstände sind rötlich bis violett gefärbt (seltener gibt es auch Exemplare mit weißen Blüten). Die Blütezeit reicht von Juli bis in den Oktober.

Früchte: Die Samenstände entstehen nach dem Verblühen im Juli bis Oktober. Sie bestehen aus hunderten von Einzelsamen mit einem kleinen Schirm. Der Pappus ist weiß bis beige gefärbt. Die Samen können im Boden bis zu 25 Jahre keimfähig bleiben.

Besonderheiten

Wichtige Pflanze für Insekten: Sie wird oft als Ackerunkraut verschrien, dabei handelt es sich für viele Insekten um eine wichtige Nektarquelle. Die Pflanze gilt zudem als Futterpflanze für Raupen von nachtaktiven Schmetterlinge. Die Pflanze wird unter den Tagfaltern durch die Raupen des Distelfalters (Vanessa cardui) genutzt.

Gefährdung der Pflanze

Gefährdung der Pflanze: Die Acker-Kratzdistel ist auf der Roten Liste von Deutschland als “ungefährdet” eingestuft.

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1, M2, F, K

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