Acker-Witwenblume

Eine farbenfrohe Blume, die ganz und gar nicht wie eine Witwe gekleidet ist, die “Acker-Witwenblume” (Knautia arvensis).

Die Acker-Witwenblume ist ein wichtiger Nektarlieferant für Schmetterlinge und Bienen

Vorkommen und Verbreitung: Die Acker-Witwenblume wächst vor allem auf nährstoffreichen Wiesen, Äckern, Fettwiesen und an Waldrändern vor.

Wuchsform: Es handelt sich um eine sommergrüne, ausdauernde, krautig wachsende Pflanze. Sie erreicht eine Wuchshöhe von 30 bis zu 80 cm. Die Blüten sitzen am oberen Ende des Stängels.

Blätter: Die unteren Blätter der Pflanze stehen in einer Grundblattrosette. Diese sind zunächst ungeteilt. Sie haben eine lineare Form. Die oberen Stängelblätter sind fiederspaltig und haben eine matt graugrüne Färbung.

Blüte: Die Pflanze bildet eine Blüte pro Stängel. Die Blüten sind blau bis rot-violett. Die Blüten sind in 2 bis 4 cm großen flachen Köpfen angeordnet. Die einzelnen Blüten bestehen aus vier Blütenblättern. Die Staubblätter stehen deutlich aus den Blütenblättern heraus. Die Blütezeit reicht von Mai bis in den späten September.

Besonderheiten

Nahrungspflanze für Schmetterlinge: Wegen ihrer langen Blütezeit ist sie ein wichtiger Nektarlieferant für Insekten und Schmetterlinge. Diese sind unter anderem:

  • das Große Ochsenauge
  • der Schwalbenschwanz
  • das Schachbrett
  • das Tagpfauenauge
  • verschiedene Weißlinge (vor allem: der kleine Kohlweißling).

Auch für Raupen von Schmetterlingen gelten die Blätter als Nahrung. Unter anderem sind dies der “Skabiosen-Scheckenfalter” (Eurodryas aurinia) und der “Skabiosen-Schwärmer” (Hemaris tityus).

Namensherkunft: Der deutsche Name der Pflanze stammt von ihren Blütenköpfen. Denn sie sehen den der Skabiosen ähnlich. Aber diese haben im Unterschied zu den Witwenblumen fünf Blütenblätter. Daher fehlt der Knautie eines der Blütenblätter. Sie ist somit im Volksmund “verwittwet”.

Weitere Namen: Die Acker-Witwenblume ist unter vielen verschiedenen weiteren Namen bekannt. Darunter sind auch einige, die von der kugeligen Form des Blütenstands abgeleitet werden.

  • Poppele (vor allem im Bayerischen Schwaben)
  • Wolle-Boppele (vor allem in der Schweiz)
  • Fomberlump (Riesengebirge)
  • Wiesen-Knautie
  • Nähkisselchen
  • Wiesenskabiose
  • Apostemkraut
  • Kaiserknopf (Österreich).

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1, M2, F, K

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