Ackerröte

Diese Pflanze ist die einzige ihrer Art in der Gattung der Rötegewächse (Shedardia), die “Ackerröte” (Sherardia arvensis).

Vorkommen und Verbreitung: Die Ackerröte ist bei uns sehr oft in Gärten und auf Äckern als Unkraut / Beikraut zu finden. Es handelt sich um eine ein- bis zweijährige Pflanze. Sie stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. In weiten Teilen von Europa und Nordamerika hat sie sich jedoch bereits verbreitet. In Australien ist sie auch als Neophyt vorhanden.

Wuchsform: Die Ackerröte wächst als niederliegende, krautige Pflanze, die einen Wuchshöhe von 5 bis 20 cm erreichen.

Stängel: Die Stängel haben eine vierkantige Form und sind am oberen Ende leicht verzweigt. An deren Enden bilden sich die Blüten. Zudem sind sie rau behaart.

Blätter: Die Blätter sitzen in Gruppen von vier bis sechs Blättern am Stängel. Die Laubblätter bilden dabei einen Quirl. Sie haben eine länglich-lanzettliche Form. Wenn sie nicht blüht, kann sie sehr leicht mit Labkräutern verwechselt werden.

Blüten: Die Blüten haben eine rosa bis lila Färbung. In seltenen Fällen kann diese auch zu weiß übergehen. Sie stehen in kleinen Gruppen am Ende der Stängel und sind dabei von Blättern umgeben. Pro Blütenstand bilden sich acht bis zehn Blüten. Vier bis fünf Hüllblätter sind dabei in einer Sternform angeordnet. In deren Mitte bildet sich eine zweiästige Narbe und vier bis fünf Staubblätter.

Besonderheiten

Verwendung der Pflanze: Früher wurde die Ackerröte als Färberpflanze verwendet. Sie wurde vor allem zum Rotfärben genutzt.

Gefährdung der Pflanze

Gefährdung der Pflanze: Die Ackerröte steht auf der Roten Liste von Deutschland und ist bereits als potentiell gefährdet (Vorwarnliste) eingestuft. Die einzelnen Gefährdungsgrade sind wie folgt,

Baden-Württemberg: ungefährdet (Status: *)

Bayern: Vorwarnstufe (Status: V)

Berlin: Ausgestorben (Status: 0, seit 1881)

– Brandenburg: Stark gefährdet (Status: 2)

Hamburg: vom Aussterben bedroht (Status: 1)

Hessen: Vorwarnstufe (Status: V)

– Niedersachsen: gefährdet (Status: 3)

Nordrhein-Westfalen: gefährdet (Status: 3)

Saarland: gefährdet (Status: 3)

Sachsen: Stark gefährdet (Status: 2)

Sachsen-Anhalt: gefährdet (Status: 3)

Schleswig-Holstein: Stark gefährdet (Status: 2)

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1, M2, F, K

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