Alpendost, grauer

Der “graue Alpendost” (Adenostyles alliariae) gilt als eine typische Alpenpflanze. Aber auch in unseren Ziergärten kann sie als Staude verwendet werden – Vorsicht: Giftpflanze.

Vorkommen und Verbreitung: Die natürlichen Lebensräume der Pflanze bestehen aus Hochlagen Buchenwälder mit Bergahorn, zwergstrauchreiche Tannen-Fichtenwälder und Hochstaudenfluren (vor allem Grünerlengebüsche). In den Alpen und Alpenvorland ist sie auf einer Höhe von bis zu 1.600 Metern anzutreffen.

Wuchsform: Der kantige Stängel kann eine Höhe von 40 bis 90 cm erreichen. Im unteren Teil bilden sich die großen grundständigen Blätter. Am oberen Ende der Stängel bilden sich die Blüten.

Blätter: Die Blätter sind langstielig und haben eine Herz- bis Nierenform. Der äußere Rand ist gezähnt-gekerbt. Die Oberseite ist kahl und nur unterseitig auf den Nerven flaumig behaart. Die weiter oben am Stiel sitzenden Blätter haben eine halb-stängelumfassende Form und sehen aus wie kleine Ohren.

Blüten: Die Blütenköpfe bilden eine Schirmtraube. Die gesamten Blütenstände bestehen aus drei bis sechs (selten auch bis zu 10 Blütendolden) an einer Pflanze. Die Blütenkronen haben eine violette bis selten weiße Färbung. Die röhrenförmigen Blütchen sind zwittrig aufgebaut. Die Blütezeit reicht von Juli bis in den August.

Giftigkeit: Grauer Alpendost hat in der Medizin keine Verwendung. Er beinhaltet vor allem Inhaltsstoffe die als leberschädigend gelten. Es sollte daher auf die innerliche Anwendung verzichtet werden. Das Kraut und besonders die Wurzel haben einen bitteren / scharfen Geschmack.

Inhaltsstoffe der Pflanze: Grauer Alpendost enthält unter anderem Hepatotoxine (Gifte für die Leber), Senecionine (giftiges Alkaloid), Seneciphylline (hoch giftig) und Spartiodine (giftiges Alkaloid).

Weitere Namen: In manchen Gegenden wird die Pflanze auch als Rosslattich oder Huaf- / Huatplotschen bezeichnet. Es wird dabei auf die Form der Blätter Bezug genommen.

Gefährdung der Pflanze

Der graue Alpendost ist auf der Roten Liste von Deutschland und der Schweiz als “ungefährdet” eingestuft.

Baden-Württemberg: * (Status: ungefährdet)

Bayern: * (Status: sicher ungefährdet)

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1

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