Fürstenhut in Tschechien

Heute führen auch Wanderwege durch das ehemalige Grenzgebiet von Tschechien rund um Fürstenhut.

Die Felder und Wiesen um das ehemalige Dorf „Fürstenhut“ sind eine Heimat für seltene Pflanzen, wie das echte Labkraut (zweites Bild oben) und die wilde Möhre.

Felder um Fürstenhut
Kurze Beschreibung des Ortes

Fürstenhut (tschechisch: Knížecí Pláně) ist ein kleiner Ortsteil der Gemeinde Borová Lada im böhmischen Nationalpark Šumava. Das ehemalige und heute verlassene Dorf liegt nur wenige hundert Meter hinter der tschechischen Grenze.

Heutzutage ist nur noch ein kleiner Friedhof und ein Teil der alten Kirche des Dorfes erhalten. Aus dem Dorf hat man dennoch bei gutem Wetter einen guten Blick auf den Lusen und hinüber nach Bučina.

Friedhof von Fürstenhut
Geschichte des Ortes

Das Dorf wurde um das Jahr 1800 gegründet und erhielt erst im Jahr 1877 seinen tschechischen Namen. Nach einer Sage soll der Fürst von Schwarzenberg das Dorf besucht haben. Bei diesem Besuch wehte ein starker Wind ihm den Hut davon. Dieser landete auf hohen Tanne. Darauf soll ein Holzfäller den Hut von der Tanne geholt haben und Ihm den Fürsten übergeben. Aufgrund dessen soll zur Erinnerung an das Ereignis das Dorf seinen Namen „Früstenhut“ erhalten haben. Der tschechische Name lässt sich mit „Fürstliche Ebenen“ übersetzen.

Die Gemeinde wurde nach Errichtung der Grenzanlagen zu Deutschland vollständig zerstört. Heutzutage findet sich nur noch das neugebaute „Hegerhaus“ am Eingang zum Dorf.

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