Arnika

Die “echte Arnika” (Arnica montana) ist vielen als Heilpflanze der Berge bekannt. Sie wurde sowohl zur “Blume des Jahres 1986” als auch “Arzneipflanze des Jahres 2001” gewählt.
Arnika: Blüte in der Detailaufnahme

Vorkommen und Verbreitung: Die echte Arnika ist vor allem auf Torfmooren und gebirgigen, waldigen Wiesen anzutreffen. Sie bevorzugt dabei einen saueren, mageren Boden. In den Alpen ist sie auf Höhenlagen von bis zu 2.800 Metern anzutreffen. Zum Teil ist sie in Asien und Amerika zu finden.

Wuchsform: Sie zählt zu den Korbblütern und erreicht eine Wuchshöhe zwischen 20 bis 60 cm. Sie ist eine ausdauernde, krautige und mehrjährige Pflanze.

Stängel: Pro Pflanze bildet sich ein Stängel an dessen Ende sich eine Blüte bildet. Der Stängel ist drüsig-kurzhaarig besetzt.

Blätter: Direkt über dem Boden bildet sich eine Grundblattrosette. Diese besteht aus vier bis sechs Blättern. Die Blätter haben ein länglich-verkehrt-eiförmiges Aussehen. Auf der Oberseite sind sie leicht behaart, die Unterseite ist hingegen kahl.

Blüten: Unter den Blüten bilden sich grüne, lanzettlich aufgebaute Hüllblätter. Der Blütenboden ist leicht gewölbt. Die Blütenblätter sind gelb gefärbt. Die Blüte erreichen eine Größe von bis zu 8 cm. In der Mitte der Blüte bilden sich die ebenfalls gelb gefärbten Röhrenblüten. In diesen Röhrenblüten sitzen fünf Staubgefäße. Diese bestehen aus fünf Staubbeuteln und einer zweispaltigen Narbe. Die Blütezeit reicht von Juni bis in den August.

Verwendung als Heilpflanze

Verwendung als Heilpflanze: Die Arnika wird als Heilpflanze verwendet. Die Inhaltsstoffe wirken vor allem entzündungshemmend und antiseptisch. Die Arnika wird in Form von Salben und Tinkturen verwendet. Hierfür werden vor allem die getrockneten Blüten und Wurzeln verwendet. Vorsicht: manche Menschen reagieren allergisch auf Arnika. Es wird daher angeraten ein Verträglichkeitstest zu machen bevor sie äußerlich angewendet wird.

Offizinell: Als Arzneimittel werden die Wurzel (Rhizoma Arnicae), Blüten (Flores Arnicae) und Blätter (Folia Arnicae) verwendet.

Inhaltsstoffe: Die Pflanze enthält unter anderem ätherische Öle, Flavonoide und Sesquiterpenlactone, Arnicin, Inulin.

Namensherkunft & Volkstümliche Namen

Namensherkunft / Volkstümliche Namen: Der Name Bergwohlverlei stammt vermutlich von „Wohl für allerlei“ ab. Zumindest wird dies als Quelle für den Namen in „Köhler‘s Atlas der Medizinal-Pflanzen“ angegeben. Der Name „Arnica“ stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist eine Abkürzung für „Ptarmica“, was so viel wie Nieskraut bedeutet. Der Staub der zu Pulver verarbeiteten Arnika führt zu einem heftigen Niesreiz. Eine Erklärung für den lateinischen Gattungsname „Arnica“ stammt von dem altgriechischen Wort „ἀϱνίν / Lamm“ oder der Verkleinerungsform „ἀϱνίον / Lämmchen“ ab. Hierfür wird die Behaarung der Blätter als Grund angegeben.

Gefährdung der Pflanze: Die echte Arnika steht auf der Roten Liste von Deutschland und ist bereits als gefährdet eingestuft. Sie ist unter der Bundesartenschutzverordnung unter dem Washingtoner Artenschutzabkommen geschützt. Wildbestände sollten auf keinen Fall gepflückt werden. Die einzelnen Gefährdungsgrade sind wie folgt,

– Baden-Württemberg: stark gefährdet (Status: 2)

– Bayern: gefährdet (Status: 3)

– Brandenburg: vom Aussterben bedroht (Status: 1)

– Hamburg: Ausgestorben (Status: 0 seit 1960)

– Hessen: stark gefährdet (Status: 2)

– Niedersachsen: stark gefährdet (Status: 2)

– Nordrhein-Westfalen:  gefährdet (Status: 3)

– Rheinland-Pfalz:  gefährdet (Status: 3)

– Saarland: vom Aussterben bedroht (Status: 1)

– Sachsen: stark gefährdet (Status: 2)

– Sachsen-Anhalt: stark gefährdet (Status: 2)

– Schleswig-Holstein: vom Aussterben bedroht (Status: 1)

– Thüringen: stark gefährdet (Status: 2)

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1, M2, F, K

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