Blaustern, zweiblättriger

Der “zweiblättrige Blaustern” (Scilla bifolia) ist eine der ersten Frühblüher im Frühling.

Vorkommen und Verbreitung: Der zweiblättrige Blaustern wächst in Hartholz-Auenwäldern, Buchen- und Buchenmischwäldern (auch in Verbindung mit Ahorn- / Eichenmischwäldern), Sie stammt ursprünglich aus Kleinasien und wurde bereits im 16. Jahrhundert nach Europa gebracht.

Wuchsform: Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 10 bis 20 cm. Die Stängel sind am oberen Ende stark verzeigt. An deren Enden sitzen die Blütenstände. Unter der Erde bildet sich eine Zwiebel.

Blätter: Die Blätter sind grundständig. Pro Pflanze bilden sich meistens zwei Blätter (in seltenen Fällen bis zu drei Blätter). Diese haben eine längliche Form und erreichen eine Länge von bis zu 20 cm.

Blüten: Die Blüten sitzen in einem Blütenstand von bis zu zehn Blüten. Die Farbe der Perigonblätter variiert von grau-blau bis violett, sehr selten weiß. Die Staubblätter haben eine lila Färbung. Sie hat eine sehr kurze Blütezeit von März bis in den April. Die Bestäubung der Pflanze erfolgt durch Insekten.

Früchte: Die Samen besitzen einen Ölkörper. Hierdurch werden sie durch Ameisen verschleppt.

Besonderheiten

Giftigkeit der Pflanze / Wichtiger Gefahrenhinweise zur Pflanze: Es wird stark davon abgeraten die Pflanze im Garten zu kultivieren wenn Kinder im Haushalt leben. Denn alle Pflanzenteile sind giftig. Die Knolle gilt als besonders giftig! Auch bei Haltung von Haustieren ist von einer Kultivierung abzusehen, da sie für diese ebenfalls giftig ist.

Giftige Inhaltsstoffe der Pflanze: Vorwiegend in den Knollen, aber auch in den restlichen Teilen der Pflanze enthalten vor allem Herzglycoside.

Vergiftungserscheinungen: Die Vergiftungserscheinungen zeigen sich durch Übelkeit, ein Brennen im Mund- und Rachenraum, sowie starker Husten. Die Glycoside führen schließlich zu Herzrhythmusstörungen.

Gefährdung der Pflanze: In Deutschland ist der zweiblättrige Blaustern noch als “ungefährdet” eingestuft. Dennoch ist sie nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) geschützt. Die Pflanze darf daher nicht ausgegraben und auch nicht abgepflückt werden. Die einzelnen Gefährdungsgrade sind wie folgt,

– Deutschland: ungefährdet (Status: * ) 

– Baden-Württemberg: ungefährdet (Status: * )

– Bayern: gefährdet (Status: 3)

– Berlin: ungefährdet (Status: *)

– Hessen: ungefährdet (Status: *)

– Nordrhein-Westfalen: gefährdet (Status: 3)

– Sachsen-Anhalt: stark gefährdet (Status: 2)

–  Thüringen: gefährdet (Status: 3)

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1, M2

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