Blutweiderich

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Der „Blutweiderich“ war eine beliebte Gerbpflanze des Mittelalters. Heutzutage gilt sie als wichtige Pflanze für Wildbienen und Schmetterlinge.

Vorkommen und Verbreitung: Der Blutweiderich kommt auf Nasswiesen, Gräben und an Ufern vor. In Nordamerika hat sie sich auch bereits als invasive Art angesiedelt.

Pflanzenbeschreibung

Wuchsform: Es handelt sich um eine ausdauernd, krautig wachsende Staude. Sie kann eine Höhe von bis zu einem Meter erreichen.

Blätter, Stängel: Die Pflanze ist aufrecht und der Stiel im unteren Teil verholzt. Die Stängel besitzen im unteren Teil kurze Haare. Die Blätter sind lanzettlich und bis zu 10 cm lang. Auf der Unterseite der Blätter sind die Blattnerven deutlich zu sehen.

Blüten: Die Blüten des Blutweiderich sind purpurrot und in einer länglichen Ähre angeordnet. Sie bestehen jeweils aus 6 einzelnen Blütenblättern. Die Pflanze blüht von Juni bis in den den September.

Verwendung der Pflanze

Verwendung als Färbemittel: Die Blätter des Blut-Weiderich können auf Grund ihres hohen Tannin-Gehalt zum Färben verwendet werden. Mit Alaun gebeizte Wolle färbt sich dadurch beige bis braun. Wird Eisenvitriol zu dem Färbebad hinzugegeben färbt sich die Wolle schwarz. Das in der Pflanze enthaltene Tannin kann zudem zur Konservierung von Holz und Seilen verwendet werden.

Gefährdung der Pflanze

Gefährdung der Pflanze: Auf der Roten Liste von Deutschland ist die Pflanze noch nicht als gefährdet eingestuft.

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1, M2, F, K

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