Bocksbart, orientalischer

Dem Namen nach aus dem Morgenland stammend, der “Östlicher Wiesen-Bocksbart / Orientalische Bocksbart” (Tragopogon orientalis L.)
Detailaufnahme Wiesen-Bocksbart
Blüte des Orientalischen Bocksbarts

Vorkommen und Verbreitung: Der Orientalische Bocksbart kommt auf vor allem Halbtrockenrasen und in sonnigen Unkrautgesellschaften auf bis zu 2000 Metern Höhe vor. Insbesondere im südlichen und östlichen Teil Deutschlands ist diese Art vertreten.

Wuchsform: Sie ist eine krautige, ausdauernde Pflanze mit einer Wuchshöhe von 30 bis zu 70 cm.

Blätter & Stängel: Der Stängel wächst aufrecht nach oben und ist verzweigt. Im Inneren ist er hohl und enthält einen weißen Milchsaft. Die Blätter sind komplett stängelumfassend und haben eine Länge von bis zu 50 cm. In der Mitte der Blätter bildet sich ein weißer Mittelstreifen. Die Laubblätter bilden am Blattansatz Wachstumsknoten.

Blüten: Die goldgelb gefärbten Blütenkörbchen bestehen aus Zungenblüten. 30 – 50 Einzelblüten bilden ein Körbchen. Die Blüte hat einen Durchmesser von 5 bis 8 cm. Während der Blütezeit von Mai bis Juli ragen die Blüten weithin sichtbar aus den Wiesen heraus. Die grünen Hüllblätter unter den gelben Blütenblättern sind deutlich kürzer. Die Staubbeutel im Inneren der Blüte haben für diese Unterart die typischen braunschwarzen Längsstreifen.

Besonderheiten

Essbare Teile: Die Blätter, Triebspitzen, Blüten, Stängel und die Wurzel sind essbar. Diese enthalten vor allem Inulin, Lipide, Schleim- und Bitterstoffe und Kohlenhydrate. Hierdurch ist sie blutreinigend, harntreibend, schweißtreibend. Sie kann auch roh verwendet werden, wobei die Blätter wie ein Salat essbar sind. Dennoch sollte vor der Verwendung Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden. Es kann bei einigen Menschen zu einer allergischen Reaktion kommen.

Namensherkunft: Der Name “Bocksbart” wird durch den Botaniker “Fuchs” auf seinen Pappus zurückgeführt. Der Fruchtstand erinnert an einen grauen Bart. In seinen Kräuterbuch meinte er hierzu: “also gennent daß seine Blümen zü aim grawin Bart werden.” Weitere Namen, die auf den Pappus zurückzuführen sind, sind unter anderem “Wolfsbart” oder “Gauchbart”. Manche sehen die Frucht auch als Ziegenbart an.

Ein sehr alter Name, der aus dem Mittelhochdeutschen stammt ist “Habermilch” / “Habermark”. In den alten Büchern steht hierzu: “Weil die Pflanze gern unter dem Haber wächst und in der Jugend milchig und markig ist.” – Mit “Haber” ist der Hafer auf den Feldern gemeint.

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1, M2

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