Dill, echter

Dieses Gewürz darf in keiner Küche fehlen, der “echte Dill” (Anethum graveolens). Es passt zu keinem anderen Gericht so gut, wie zu Fisch!

Vorkommen und Verbreitung: Der echte Dill kommt in Europa vor allem als Gewürzpflanze in unseren Gärten vor. Einzeln kann er auch verwildert außerhalb von Gärten wachsen. Manche Landwirte bauen sie auch manchmal als Gründüngung auf ihren Feldern an.

Wuchsform: Es handelt sich um eine einjährige (in manchen Literaturquellen auch als mehrjährig) Pflanze. Sie erreicht eine Höhe von 30 bis 80 cm. Bei optimalen Bedingungen auch bis zu 130 cm. Es bildet sich eine spindelförmige, tief wachsende Wurzel.

Stängel, Blätter & Blüten: Die Pflanze ist überwiegend kahl. Nur am unteren Ende der Stängel bilden sich die Blätter. Die Blätter sind zwei bis vierfach gefiedert. Sie bilden sich in Gruppen von 1 bis 4 Blätterm. Die Blütendolde ist 15 bis 40-strahlig. Die Blüten sind gelb und besitzen keine Hüllblätter. Sie besitzt in der Blütenmitte zwei Blütenstempel.

Besonderheiten

Verwendung als Gewürz und Heilpflanze: Der Dill wird zum einen als Gewürz und zum anderen als Heilpflanze verwendet.

  • Die Blätter der Pflanze können im Juni bis in den September gesammelt werden. Die getrockneten oder wahlweise auch frischen Blätter sind eine wunderbare Zugabe zu Fisch-Gerichten, Salaten und Soßen.
  • Die Dillsamen werden in Tee oder Wein gekocht. Hierdurch gehen verschiedene Inhaltsstoffe der Samen in den Saft über. Sie gegen Blähungen und Magenkrämpfe verwendet werden (Sie hat dabei eine ähnliche Wirkung wie Fenchel).
  • Als warme Kompresse kann die Pflanze auch äußerlich bei Geschwüre verwendet werden.

Sie enthält verschiedene ätherische Öle und weitere bisher unbekannte Wirkstoffe.

Namensherkunft: Das altgriechische Wort “dylle” wird als Herkunft des heutigen Wortes angesehen. Übersetzt bedeutet es “beruhigen” oder “mildern”.

Weiter Namen: Der Dill wird auch als “Gurkenkraut” bezeichnet. Dieser Volksname stammt von der Verwendung als Würzkraut der Gurkenlake bei Salz- und Essiggurken.

Verbreitungs-Codes: keine (synthetisch)

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