Darwins Samtpappel

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Eine ungewöhnliche Gattung von Pflanzen die Schönmalven – Zwei ihrer Vertreter sind die „strauchförmige Schönmalve“ (Abutilon megapotamicum) und „Darwins Samtpappel“ (Abutilon darwinii).
strauchförmige Schönmalve - Abutilon megapotamicum

Vorkommen und Verbreitung: In Europa kommen diese Arten nur als Zierpflanzen in Gärten und Parks vor. Die Gattung der Schönmalven (Abutilon) besteht aus 226 bis 297 Arten. Diese gedeihen hauptsächlich in den Tropen bis Subtropen (vorallem in Brasilien).

Pflanzenbeschreibung

Wuchsform: Alle Arten der Schönmalven haben einen strauchförmigen Wuchs und können eine Höhe zwischen 1 bis 2 Meter erreichen. Die Schönmalven gelten nicht als winterhart und sollten daher, wenn möglich im Wintergarten überwintert werden. Sie kann sowohl als Zimmerpflanze oder Beetpflanze verwendet werden. Die meisten der verschiedenen Schönmalven-Arten wurden bereits im 18. Jahrhundert nach Europa eingeführt.

Blätter: Die Blätter sind oval bis länglich geformt und laufen an der Spitze zusammen. Der Rand der Blätter ist grob gezähnt. Die Ober- und Unterseiten sind grünlich gefärbt. Bei einigen der verschiedenen Arten können die Blätter auch eine ahornähnliche Form mit mehreren „Fingern“ entwickeln

Blüten: Die auffälligen Blüten der strauchförmigen Schönmalve sind im oberen Bereich der Blüte rot gefärbt. Diese Blütenblätter sind miteinander verwachsen und haben eine glockenförmigen Aufbau. Aus dem unteren Teil der Blüte steht eine Röhre aus gelb gefärbten Blütenblättern heraus. In der Mitte dieser sitzt die braun gefärbte Blütennarbe mit einer Vielzahl von Staubblättern. Bei Darwins Samtpappel sind die Blütenblätter lachsfarben bis orange gefärbt. Sie bildet eine “sonnenschirmartige“ Form aus. Die Blütezeit reicht von März bis in den August.

Namensherkunft & Volkstümliche Namen

Volkstümliche Namen: Im Volksmund werden die Blüten der “strauchförmigen Schönmalve“ als Chinesische Laternen bezeichnet.

Namensherkunft: Den Gattungsnamen „Abutilon“ erhielt die Schönmalve von dem englischen Gärtner und Botaniker Philip Miller (* 1691 / ✝ 1771).

Die erste nachgewiesene Beschreibung von „Darwins Samtpappel erfolgte durch den Botaniker Joseph Dalton Hooker im Jahre 1871.

In seinen Aufzeichnungen ist die Rede von einer blühenden Pflanze. Diese erhielt er von seinem guten Freund „Mr. Darwin“. Er hatte eine Notiz beigelegt, das er die Pflanze aus einem Samen gezüchtet hat. Diesen Samen hatte Herr Darwin von dem deutschen Zoologen „Dr. Fritz Müller“ erhalten.

Die Samen stammten aus Itzigahy (Provinz Santa Catarina) in Brasilien. Der lateinische Name „Abutilon darwinii“ ist somit auf dieses Ereignis zurückzuführen.

Verbreitungs-Codes: keine (synthetisch)

2 Antworten auf “Darwins Samtpappel”

  1. Avatar
    Vanessa Müller sagt:

    Die rote “Variante” der Pflanze habe ich erst neulich im Überlinger Stadtgarten entdeckt. Interessant das es noch mehr Arten gibt. Der Artikel ist zwar kurz, bringt aber die wichtigsten Dinge gut rüber.

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    1. Michael Richter
      Michael Richter sagt:

      Vielen Dank für deinen interessanten Kommentar. Die „rote Variante“ ist die sogenannte „strauchförmige Schönmalve“. Ich war auch vor ein paar Wochen dort. Bisher habe ich die Pflanze nur 2x gesehen. Sie ist aber auch mehr eine Zierpflanze. 😀

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