Echter Seidelbast

Der “echte / gewöhnliche Seidelbast” (Daphne mezereum) – diese Blüten verströmen einen wunderbaren aber auch starken Duft nach Seife.

Vorkommen und Verbreitung der Pflanze: Der gewöhnliche Seidelbast wächst vor allem in Laub- und Mischwäldern. In den Alpen ist er auf einer Höhe bis zu 2.500 Metern anzutreffen. Dabei bevorzugt die Pflanze einen kalkhaltigen und humusreichen Boden. Sie kann in unseren Gärten auch gezogen werden, davon wird aber abgeraten, denn die gesamte Pflanze ist hoch giftig.

Wuchsform: Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 50 cm bis zu 2 Metern. Sie bildet dabei einen sommergrünen Strauch. Die Rinde des Strauches hat eine graubraune Färbung. Im oberen Teil sind die Äste stark verzweigt.

Blüten: Die Blüten sitzen direkt am Stängel und bestehen aus vier Blütenblättern. Diese haben eine hellrosa Färbung. Die Blütezeit reicht vom Februar bis in den April. Damit blüht der Seidelbast bevor sich die Blätter entwickeln. Die Blüten haben einen starken, angenehmen Duft. Pro Blattachsel bildet sich eine Dreiergruppe von Blüten. Im Inneren der Blüte bilden sich vier gelbe Narben.

Blätter: Am Ende der Blütezeit bilden sich die lanzettlichen Blätter aus. Diese besitzen eine hellgrüne Farbe. Sie sitzen wechselständig an den Ästen. Die Blattränder sind leicht eingerollt.

Früchte: Die Früchte bestehen aus roten, glänzenden Steinfrüchten. Diese reifen im Juli bis August heran. Sie sind wie alle weiteren Teile der Pflanze hochgiftig. Es wird daher abgeraten die Pflanze im Garten anzubauen, wenn Kinder oder Haustiere im Haus leben.

Giftpflanze – Hinweise zum Umgang

Giftigkeit der Pflanze: Die Pflanze ist mit Vorsicht zu behandeln, da es sich um eine starke Giftpflanze handelt. Es kommt vor allem bei Kindern häufig zu einer Vergiftung mit den strahlend roten Beeren. Diese sollten auf keinen Fall gegessen werden. Bereits kleine Mengen können zu Vergiftungserscheinungen führen. Es wird zudem davon abgeraten die Pflanze als homöopathische Medizin einzusetzen. Da es sich um eine starke Giftpflanze handelt, kann es sehr schnell bei einer falschen Dosierung zu einer starken Vergiftung kommen.

Inhaltsstoffe: Die gesamte Pflanze ist giftig und enthält in allen Teilen einen hohen Gehalt an “Glykosiden” und die “Flavonoiden”.

Symptome einer Vergiftung: Bei einer Vergiftung kommt es zu Kopfschmerzen und Erbrechen. Bei Verdacht auf eine Vergiftung muss sofort ein Notarzt gerufen werden.

Gefährdung der Pflanze

Gefährdung der Pflanze: Der Seidelbast wird auf der Roten Liste von Deutschland als nicht gefährdet eingestuft. Dennoch steht die Pflanze nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) unter besonderem Schutz! Daher sollte sie auf keinen Fall gepflückt oder ausgegraben werden!

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1, M2, F, K

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