Ungarischer Enzian

Nur noch selten in den Alpen und im Bayerischen Wald anzutreffen, der “ungarische Enzian” (Gentiana pannonica).
Seltener Bestand des Ungarischen Enzians
Seltener Bestand am Großen Arber

Vorkommen und Verbreitung: Ungarischer Enzian kommt vor allem auf kalkarmen Magerrasen vor. Heutzutage ist er nur noch sporadisch in den Ostalpen, selten im Allgäu, im Bayerischen Wald und Böhmerwald anzutreffen.

In alten Fachbüchern kann die frühere Verbreitung der Pflanze nachgelesen werden. So werden in dem Buch: “Alpen-Flora von Dr. Hegi (aus dem Jahr 1922)” verschiedene weitere Gebiete genannt:

– das gesamte östliche Alpensystem (vom den Churfirsten in der Schweiz bis nach Niederösterreich und den Krain.)

– Im gesamten Bayerischen Wald und Böhmerwald

– Kaparten

– Siebenbürgen

Wuchsform, Stängel & Blätter: Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 20 bis 60 cm. Sie besitzt länglich-eiförmige Blätter. Diese sind unter den Blüten in einer Rosette angeordnet.

Blüten: Der Ungarische Enzian hat eine Blütezeit von Juli bis in den September. Die Blüten sind in einer Rosette angeordnet. Sie haben eine weinrote / schmutziglila Färbung mit schwarzroten Punkten im Inneren und bestehen aus 5 bis 8 Blütenblättern. Die Blüten können in seltenen Fällen auch eine weiße Grundfärbung mit schwarzroten Punkten besitzen. Die Blüten haben eine Länge von 2 bis 2,5 cm.

Gefährdung der Pflanze: Ungarischer Enzian ist aufgrund seiner wenigen Verbreitungsgebiete eine sehr selten vorkommende Art! Alle Enzian-Arten stehen unter dem sehr strengem Schutz der Bundesartenschutzverordnung – BArtSchV – und sollte auf keinen Fall gepflückt werden! Auf der Roten Liste für Deutschland ist diese Art bereits als “gefährdet” eingestuft.

Verbreitungs-Codes: A, M1

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