Feld-Hainsimse

Die Blüten der “Feld-Hainsimse” (Luzula campestris) haben das Aussehen eines kleinen Sterns und werden auch als “Hasenbrot” oder “Gemeine Marbel” bezeichnet. 

Vorkommen und Verbreitung: Die Feld-Hainsimse hat ein Verbreitungsgebiet das sich von Europa bis Nordwestafrika erstreckt. Bevorzugt wächst die Pflanze auf mäßig trockenen Sand- und Silikatmagerrasen aber auch auf Frischwiesen/weiden. Sie ist zudem auf Zwergstrauchheiden, Borstgrasrasen und in Feuchtwiesen anzutreffen. 

Wuchsform: Die Feld-Hainsimse ist eine sommergrüne, mehrjährige krautig wachsende Pflanze. Sie erreicht eine Wuchshöhe zwischen 5 und 30 cm. Sie verbreitet sich durch ihre langen unterirdischen Ausläufer

Stängel & Blätter: Die Stängel wachsen in einer sehr starren, aufrechten Form. Die Blätter sind haben eine linear-längliche Form und erinnern an Gras. Zudem sind die Blätter behaart und am Ende stumpf eingesägt gesägt.

Blüten: Der am Ende der Stängel wachsende Blütenstand besteht aus zwei bis fünf, selten auch mehrblütigen Ähren. Die rötlich-braun bis dunkel-violett gefärbten Blütenblätter sitzen in einer sternförmigen Anordnung am Stiel. Die gelben Staubbeutel sitzen im Inneren der Blüte. Die Feld-Hainsimse ist ein Frühblüher und blüht bereits im März und April.

Verbreitung der Samen: Die Samen der Feld-Hainsimse werden vor allem durch Ameisen verbreitet. Zudem können auch Rehe und Vögel die Samen in ihre Fell oder Gefieder weitertragen.

Besonderheiten

Namensherkunft: Es ist nicht eindeutig nachzuweisen, wie es zu den Volkstümlichen Namen für die Pflanze kommt. Daher werde ich einige Möglichkeiten unten vorstellen.

1. Theorie: Laut dem Schweizer Botaniker “Gustav Hegi” (Kürzel: HEGI / *13. November 1876; † 23. April 1932) stammt der Name “Marbel” daher, dass er früher in Tirol gebräuchlich war. Heutzutage wird dieser Name kaum mehr verwendet.

2. Theorie: Hermann Graßmann (Kürzel: GRAßMANN / *1809 – † 1877) erklärte hierzu in seinem Buch “Deutsche Pflanzennamen 1870“: “Die Gaismarbel (in diesem Fall “Alpen-Hainsimse (alpina) und die “Schneeweiße Hainsimse” (nivea) gemeint) ist durch ihre glänzenden, weißen oder weiß / bräunlichen Kelchblätter bekannt. Diese Blätter sind mit Marmor vergleichbar.” Hieraus entstand seiner Meinung nach der Name “Marbel”.

3. Theorie: Der Name “Hasenbrot” stammt von den leicht süßlich schmeckenden Blütenständen. Diese wurden an manchen Orten von Kindern gegessen. Daher wurden diese Pflanzen in Niederösterreich, im Böhmerwald und Vogtland als Hasenbrot bezeichnet. Aus der Region Württemberg stammt der Name: “Hasenfutter”.

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1, M2, F, K

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