Frühlings-Schlüsselblume

Eine entfernte Verwandte unserer Garten-Primel, die “Frühlings-Schlüsselblume / Echte Schlüsselblume” (Primula veris).
Frühlings-Schlüsselblume

Vorkommen und Verbreitung: Die Frühlings-Schlüsselblume / echte Schlüsselblume wächst an Waldrändern, in Säumen, in Eichen-Hainbuchenwäldern, an Trockenhang-Kalk-Buchwäldern, auf Trespen-Halbtrockenrasen und Fettwiesen.

Wuchsform & Stängel, Blätter: Sie erreicht eine Wuchshöhe von 10 bis 30 cm. Die verdickten Stängel stehen einzeln in der Mitte der Blätterrosette. Am oberen Ende der Stängel sitzen die Blüten. Die Blätter sind dick und haben eine hellgrüne Farbe und sind lanzettlich bis eiförmig. Sie sind 5 cm breit und bis zu 20 cm lang.

Blüten: Die Blüten sind kleiner als die Blüten der Wald-Primel. Die Krone ist dottergelb mit kleinen roten Flecken im Inneren. Der Kelch in dem die Blüten sitzen ist eine bauchige grüne Blatthülle. Sie blühen nur in den Monaten März bis Mai. Jede Blüte besteht aus fünf Kelchblättern und fünf Kronblättern.

Besonderheiten

Giftigkeit der Pflanze: Die gesamte Pflanze ist in allen Pflanzenteilen giftig. Sie sollte daher auf keinen Fall verzehrt werden. Beim Umgang mit der Pflanze wird die Verwendung von Handschuhen empfohlen, da es zum Teil zu Hautreizungen kommt.

Verwendung als Heilpflanze: Die echte Schlüsselblume gilt als Heilpflanze. Bereits die keltischen Druiden verwendeten sie zur Herstellung ihrer Zaubertränke. Der “Trank der Begeisterung” ist wohl einer der bekanntesten unter diesen. Auch im Mittelalter galt sie als Medizin gegen Husten. Heute wird die Pflanze aufgrund ihrer Inhaltsstoffe als Mittel gegen Erkältungen und Bronchitis eingesetzt. Es wird aber von einer Selbstmedikation abgeraten, denn die echte Schlüsselblume ist leicht giftig.

Inhaltsstoffe: Die Pflanze enthält unter anderem “Triterpensaponine”. Diese wirken schleimlösend.

Weitere Verwendungen: Aus ihrer Wurzel wurde früher ein Nießpulver hergestellt.

Volkstümliche Namen: Vor allem Hildegard von Bingen prägte vor allem den alten Namen “Himmelsschlüssel”. Zudem wird sie als Arznei-Schlüsselblume bezeichnet.

Gefährdung der Pflanze

Gefährdung der Pflanze: Auf der Roten Liste von Deutschland ist die Pflanze bereits auf der Vorwarnliste. Sie ist durch die Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Sie sollten daher auf keinen Fall ausgegraben oder abgepflückt werden. Die einzelnen Gefährdungsgrade sind wie folgt,

– Deutschland: Vorwarnliste (Status: V)

– Baden-Württemberg: Vorwarnliste (Status: V)

– Bayern: Vorwarnliste (Status: V)

– Berlin: vom Aussterben bedroht (Status: 1)

– Brandenburg: gefährdet (Status: 3)

– Hessen: Vorwarnliste (Status: V)

– Niedersachsen (Tiefland): stark gefährdet (Status: 2)

– Nordrhein-Westfalen: gefährdet (Status: 3)

– Saarland: gefährdet (Status: 3)

– Sachsen: gefährdet (Status: 3)

– Schleswig-Holstein: stark gefährdet (Status: 2)

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1, M2, F, K

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