Schlüsselblume, hohe / Wald-Primel

Die bekannteste heimische Schlüsselblume ist wohl die “hohe Schlüsselblume” – sie wird auch Wald-Primel” (Primula elatior) genannt.

Vorkommen und Verbreitung: Die hohe Schlüsselblume wächst vor allem auf Feuchtwiesen, an Bachrändern, in krautreichen Laubwäldern, in Auen und auf Bergwiesen in Mitteleuropa vor. In den Alpen kann sie auf einer Höhe von bis zu 2.300 Metern Höhe vor.

Wuchsform, Blätter & Stängel: Diese Schlüsselblume ist eine krautige Staude, die eine Wuchshöhe von 10 bis 30 cm erreichen kann. Der hohe Blütenstiel ist kurzhaarig. Am Ende des Stiels sitzen die Blüten. Die Blätter sitzen in einer Rosette direkt über dem Boden. Sie haben eine dunkelgrüne Färbung und sind für gewöhnlich länglich. An den Seiten sind sie wellig gezackt. 

Blüten: Die Krone der Blüten ist außen hellgelb und nach innen dunkelgelb gefärbt. Die Blumenkrone ist trichterförmig aufgebaut und besteht aus fünf miteinander verwachsenen Blütenblättern. Die Blütendolde besteht aus einer bis zu 30 Blüten.

Besonderheiten

Kreuzung mit anderen Arten: Durch die Weite Verbreitung der beliebten “Gartenprimel” kann es zu Kreuzungen zwischen der hohen Schlüsselblume und der Zuchtform der “stängellosen Schlüsselblume” kommen. Hierbei erhalten die entstehenden Hybride die Eigenschaften beider Elternpflanzen. Durch Bienen werden dabei die Pollen von Gartenprimeln auf die Schlüsselblumen übertragen. Die violett gefärbten Blüten werden bei den Hybriden meist zu einem rostroten Farbton. Die hohe Stängelform bleibt in den meisten Fällen erhalten.

Gefährdung der Pflanze: In Deutschland ist diese Schlüsselblume noch als “ungefährdet” eingestuft. Dennoch ist sie nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) geschützt. Die Pflanze darf daher nicht ausgegraben und auch nicht abgepflückt werden. Die einzelnen Gefährdungsgrade sind wie folgt, 

– Deutschland: ungefährdet (Status: * ) 

– Baden-Württemberg: ungefährdet (Status: * )

– Bayern: ungefährdet (Status: *)

Brandenburg: vom Aussterben bedroht (Status: 1)

– Hamburg: ungefährdet (Status: *)

– Hessen: ungefährdet (Status: *)

– Mecklenburg-Vorpommern: ungefährdet (Status: *)

– Niedersachsen: ungefährdet (Status: * / Tiefland: 3)

– Nordrhein-Westfalen: ungefährdet (Status: *)

– Rheinland-Pfalz: ungefährdet (Status: *)

– Saarland: ungefährdet (Status: *)

– Sachsen: ungefährdet (Status: *)

– Sachsen-Anhalt: ungefährdet (Status: *)

– Schleswig-Holstein: ungefährdet (Status: *)

–  Thüringen: ungefährdet (Status: *)

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1, M2, F, K

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