Fuchs’ Knabenkraut

Ein sehr variables Knabenkraut, das “Fuchs’ Knabenkraut” (Dactylorhiza fuchsii).

Vorkommen und Verbreitung: Das Fuchs’ Knabenkraut kommt in lichten Wäldern, Flachmooren und Heiden vor. Die Art ist dabei sehr bodentolerant und kommt sowohl auf basischen oder saurem Grund vor. Sie bevorzugt dabei halbschattige Biotope mit wechselfeuchtem Boden. Die Pflanze kann auch auf neu entstandenen Waldlichtungen angetroffen werden. Sie wächst im Tiefland und in den Alpen auf einer Höhe von bis zu 2.000 Metern.

Wuchsform & Blätter: Die Pflanze bildet fingerförmige Knollen und erreicht eine Höhe von bis zu 70 cm. Die Blätter besitzen dunkle, rundliche Flecken, die über die Blätter verteilt sind. Die Blattrosette bildet sich aus vier bis zu zehn Blättern.

Blüten: Die Blüten haben eine blass-lila oder weißliche Färbung. Der zylindrisch geformte Blütenstand besteht aus bis zu 60 Einzelblüten. Die Blüten sind zygomorph aufgebaut und bestehen aus drei Lappen und zwei abstehenden Sepalen. Auf der unteren Lippe bildet sich eine violette Schleifenzeichnung. Die Blütezeit reicht von Mitte Juni bis Ende des Sommers. Die Blütenzeichnung kann sehr variable sein. Der Artname “fuchsii” wurde durch den Botaniker Leonhart Fuchs (1501-1566) festgelegt.

Gefährdung der Pflanze

Gefährdung der Pflanze: Auf der Roten Liste von Deutschland ist die Pflanze bereits auf der Vorwarnliste. Sie ist zudem besonders durch die Bundesartenschutzverordnung geschützt. Sie sollte auch auf keinen Fall ausgegraben oder abgepflückt werden. Die einzelnen Gefährdungsgrade sind wie folgt,

– Baden-Württemberg: ungefährdet (Status: *)

– Bayern: Vorwarnliste (Status: V)

– Berlin: Ausgestorben (Status: 0 seit 1999)

– Hamburg: vom Aussterben bedroht (Status: 1)

– Brandenburg: stark gefährdet (Status: 2)

– Hessen: ungefährdet (Status: *)

– Mecklenburg-Vorpommern: ungefährdet (Status: *)

– Niedersachsen (Hügel- und Berglandschaft): gefährdet (Status: 3)

– Niedersachsen (Tiefland): gefährdet (Status: 3)

– Nordrhein-Westfalen: ungefährdet (Status: *)

– Rheinland-Pfalz: gefährdet (Status: 3)

– Saarland: ungefährdet (Status: *)

– Sachsen-Anhalt: ungefährdet (Status: *)

– Sachsen: stark gefährdet (Status: 2)

– Schleswig-Holstein: gefährdet (Status: 3)

– Thüringen: ungefährdet (Status: *)

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1, M2, F, K

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