Futter-Esparsette

Bei der „Futter-Esparsette“ (Onobrychis viciifolia) handelt es sich um eine eiweißreiche Futterpflanzen für Nutztiere. Sie wird gerne von Landwirten angebaut.

Vorkommen und Verbreitung: Die Futter-Esparsette gilt als Futterpflanze und wird auf Feldern angebaut. Sie wird zum Teil als Bodenverbesserer oder Rohbodenpionier verwendet. In manchen Wiesen kann sie als verwilderte Art angetroffen werden. Die Pflanze gilt als anspruchslos und kann auf einer Vielzahl von Böden angepflanzt werden.

Pflanzenbeschreibung

Wuchsform: Bei der Futter-Esparsette handelt es sich um eine mehrjährige, ausdauernde, krautige Pflanze. Sie erreicht eine Wuchshöhe zwischen 30 bis 90 cm. Die Stängel sind leicht behaart. Die Wurzeln können eine Tiefe von bis zu 4 Meter erreichen. Sie ist hierdurch auch an sehr trockene Standorte angepasst. An den Wurzeln sammeln sich Stickstoff bindende Bakterien.

Blätter: Die Blätter sind gefiedert aufgebaut und bestehen aus einer Vielzahl von einzelnen, lanzettlichen Blattteilen. Pro Blatt können sich zwischen 13 bis 27 Fiederblättchen bilden. Die einzelnen Fiederblättchen erreichen eine Länge zwischen 15 bis 25 mm und eine Breite zwischen 4 bis 7 mm. Sie gesamten Blätter und Blattteile sind sind lanzettlich-eiförmig aufgebaut. Die Unterseite der Blätter sind leicht behaart.

Blüten: Die Blüten besitzen eine auffällige rosa Färbung und sind zygomorph aufgebaut. Die Blütenstände sind in einer Blütentraube angeordnet. Die einzelnen Kronenblätter besitzen eine Länge zwischen 10 bis 14 mm. Die Blüten entfalten sich erst beim Aufblühen. Zuvor sind sie eiförmig aufgebaut und laufen nach oben spitz zu. Die Blütentraube besteht aus einer Pyramidenform. Die Blütenblätter besitzen purpurn gefärbte Streifen auf der Krone. Die aus der Blüte herausstehende Fahne ist in etwas kürzer als das Schiffchen (die Krone) der Blüte. Die Kelchblätter sind wollig behaart. Im Inneren der Blüten bilden sich die gelb gefärbte Blütennarbe sowie die Staubblätter. Die Blütezeit reicht von Mai bis in den Juli.

Früchte: Die Hülsenfrüchte sind 6 bis 8 mm lang und auf der Oberfläche wollig behaart. Der Rücken der Samenkapseln ist mit bis zu 8 Stacheln besetzt. Im Inneren der Frucht bildet sich der schwarz gefärbte Samen. Dieser ist nur bis zu 4 mm groß.

Besonderheiten

Besonderheiten: Die Gattung der Esparsetten ist mit etwa 130 Arten in Europa, Nordafrika und Asien vertreten. Eine der bekanntesten Esparsetten-Arten ist die Futter-Esparsette. Sie wurden vor der Erfindung von Traktoren in ganz Europa als Futtermittel für Pferde und Ochsen angebaut. Die Esparsette wird zum Teil als gesundes Heu (aus dem französischen: „sainfoin“) bezeichnet. Sie ist zum Teil auch als Saat-Esparsette bekannt.

Namensherkunft

Namensherkunft: Der lateinische Gattungsname „Onobrychis“ stammt von dem griechischen Worten „onos“ und „brychein“ ab. Diese lassen sich mit „Esel“ und „beißen, fressen“ übersetzten. Dabei wird auf die frühere Verwendung der Pflanze als Viehfutter, vor allem für Esel, hingewiesen. Im Schwäbischen wird die Pflanze verkürzt auch als „Espen“ oder „Eperklee“ genannt.

Gefährdung der Pflanze

Gefährdung der Pflanze: Da es sich bei der Futter-Esparsette um eine teilweise verwilderte Pflanze handelt, ist sie nicht auf der Roten Liste Deutschlands erfasst. Sie gilt als Kulturpflanze und steht somit nicht unter besonderem Schutz.

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1, M2, F, K (teilw. synthetisch)

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