Gemeine Hasel

Die Frucht ist eine beliebte Zutat für Kuchen – die Haselnuss. Der zugehörige Strauch ist die “gemeine Hasel” (Corylus avellana).

Vorkommen und Verbreitung: Die gemeine Hasel wächst in Gebüschen, an Waldrändern zum Teil auch in Buchen- oder Eichen-Laubwäldern und Hartholz-Auenwäldern vor. Dabei ist der Strauch in Europa und Kleinasien heimisch.

Wuchsform: Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 1 bis 4 Meter (in seltenen Fällen auch bis zu 20 Meter!). Aus dem Wurzelgeflecht im Boden sprießen mehrere Meter hohe Schößlinge. Hierdurch ergibt sich der typische strauchförmige Wuchs. Das maximale Alter der Pflanze beträgt 80 bis 100 Jahre.

Holz: Das Holz der Hasel ist sehr zäh und wird gerne für Wanderstöcke verwendet. Die Rinde ist glatt, glänzend und graubraun gefärbt.

Blätter: Der Busch ist sommergrün. Die Blätter stehen wechselständig an den Trieben. Die typischen Blätter sind verkehrt-eiförmig aufgebaut. Am Ende des Blattes laufen sie spitz zusammen. Die Blattadern sind deutlich zu erkennen. Der Rand der Blätter ist deutlich gesägt. Die Blätter besitzen eine hellgrüne Färbung. Im Herbst verfärben sie sich gelblich. Der Stiehl der Blätter ist deutlich behaart.

Blüten: Die männlichen Blütenstände sind 2 bis 8 cm lang. Diese Kätzchen bilden sich vor den Laubblättern und überwintern. Im Frühjahr beginnen sie als eine der ersten Pflanzen zu blühen. Die weiblichen Blüten ähneln den Blätterknospen. Die hieraus entstehenden Früchte werden als Haselnüsse bezeichnet. Die Blütezeit der Hasel reicht von Februar bis in den März. Durch die sehr frühe Blütezeit ist sie ein wichtiger Pollenlieferant für Bienen und Hummeln. Die Pflanze benötigt 10 Jahre bis sich die ersten Früchte bilden.

Früchte: Die Früchte sind zunächst – im unreifen Zustand – grünlich gefärbt. Beim reifen verfärben sie sich braun. Dann besitzen sie eine harte Schale. Diese Nuss wird durch Eichhörnchen und Vögel geknackt um an die Frucht im Inneren zu kommen. Der Samen ist dabei sehr energiereich. Sie bestehen zu 60% aus Öl.

Besonderheiten

Verwendung des Holzes: Bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die Äste der Hasel zur Herstellung von Fassreifen verwendet. Die jungen Ruten werden als Blumenstäbe und Zäune verwendet. Aus den starken Ästen wurden zudem Spazierstöcke und Armbrustbögen hergestellt. Das Holz ist sehr weich und sehr biegsam. Die aus den Ästen hergestellte Kohle wurde zur Herstellung von Schießpulver verwendet.

Gefährdung der Pflanze

Auf der Roten Liste für Deutschland wird diese Art als “ungefährdet” eingestuft.

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1, M2, F, K

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