Scharbockskraut

Diese Pflanze galt früher als Hilfsmittel gegen den Scharbock (Skorbut): das “Scharbockskraut” (Ficaria verna, Ranunculus ficaria L.)

Vorkommen und Verbreitung: Typischerweise ist das Scharbockskraut in lichten Mischwäldern und auf Wiesen anzutreffen. Dort bildet es große Teppiche von Blättern und Blüten. 

Blätter & Blüten: Die grünen, herzförmigen Blätter bilden sich schon Anfang des Frühjahrs vor den Blüten. Nachdem sich die kleinen gelben Blüten entwickelt haben, bilden sich in den Blättern leicht giftige Stoffe. Die Blüten bestehen aus vielen einzelnen, gelb glänzenden Kronblättern. Die Blüten können bis zu 20 mm groß werden. Im Inneren der Blüte bilden sich 8 bis 12 gelbe Nektarblätter. Es bilden sich nur wenige Samen aus den Blüten. Die Vermehrung der Pflanzen erfolgt über kleine Brutknospen die sich unter den Blättern bilden.

Verwendung als Heilpflanze

Verwendung als Heilpflanze: Das Scharbockskraut wurde aufgrund seines hohen Vitamin C Gehaltes früher als Mittel gegen Skorbut verwendet. WICHTIG: Die Blätter der Pflanze sollten nur vor dem Aufblühen der Blüten gesammelt und in kleinen Mengen gegessen werden. Sie enthalten eine kleine Menge giftiger Scharfstoffe, die beim Aufblühen vermehrt vorhanden sind.

Ab wann darf ich die Pflanze sammeln: Grundsätzlich gilt: vor der Blüte, im frühen Frühling. Danach nicht mehr! Sie sollte aber nur gesammelt werden, wenn man sich wirklich sicher ist das es sich nicht um eine andere Pflanze handelt. Zur Unterscheidung siehe auch den Punkt: Verwechslungsgefahr.

Besonderheiten

Giftigkeit der Pflanze: In den Blättern des Scharbockskrautes lassen sich kleine Mengen des Gifts Protoanemonin nachweisen. Dies schmeckt sehr bitter und ist brennend scharf auf der Zunge. Es bildet sich vermehrt während Blütezeit der Pflanze. 

Vorsicht Verwechslungsgefahr: Die Blätter des Scharbockskrautes ähneln denen der mittelstark giftigen Haselwurz. Dieser ist außer in Österreich sehr selten anzutreffen. Am besten sollten die Stellen zum Sammeln bereits im Jahr zuvor ausgekundschaftet werden um Verwechslungen auszuschließen.

Verbreitungsgebiet-Code: A, AV, M1, M2, F, K

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