Gilbweiderich, gewöhnlicher

Eine recht häufig anzutreffende Pflanze an den Ufern unserer Bäche – der “gewöhnliche Gilbweiderich / Rispen-Gilbweiderich” (Lysimachia vulgaris).
Gilbweiderich

Vorkommen und Verbreitung: Der Rispen-Gilbweiderich bevorzugt nasse Gräben, Sumpfwiesen und Auwälder. Zudem ist die Pflanze auch an Waldrändern und in Höhenlagen auf einer Höhe von bis zu 1.200 Metern anzutreffen. Diese Weiderichart ist besonders im Norden Europas und den Alpen anzutreffen. Bei uns in Deutschland gilt sie als häufig.

Wuchsform: Es handelt sich um eine sommergrüne, ausdauernde Pflanze. Diese wächst in einer krautigen Form und erreicht eine Wuchshöhe von 40 bis zu 150 cm. Der aufrecht stehende Stängel ist im oberen Teil oft verzweigt und bildet auch an den Nebenstängeln Blütenkronen aus. Die gesamte Pflanze ist leicht behaart.

Blätter: Die Blätter stehen gegenständig zu dritt oder viert am Stängel und sind eiförmig bis lanzettlich aufgebaut. Sie erreichen eine Länge von 12 bis 15 cm. Die Blätter haben eine durchgehend grüne Färbung. Eine wichtiges Unterscheidungsmerkmal zum “punktierten Gilbweiderich” sind die fehlenden Punkte auf der Unterseite der Blätter.

Blüten: Die Blüten des gewöhnlichen Gilbweiderich sind endständig am Stängel angebracht. Hierdurch bildet sich eine rispiger Blütenstand. Die Blüte ist radiär aufgebaut und besteht aus fünf gelben Blütenblättern. Diese sind in der Mitte leicht rötlich gefärbt. Die Blüten sitzen auf kurzen, sichtbaren Stängeln. Dies ist auch ein Unterscheidungsmerkmal zum punktierten Gilbweiderich”. Die fünf gelben Staubblätter und Staubfäden sind zu einer Filamentröhre verwachsen. Die Blütezeit reicht von Mai bis in den August.

Früchte & Samen: Die Samen bilden sich in einer kleinen Kapselfrucht. Die Samen sind nur 1 mm groß. Sie werden durch den Wind und Tiere verbreitet.

Besonderheiten

Verwendung als Heilpflanze: Der gewöhnliche Gilbweiderich wirkt adstringierend und wundheilend. Hierdurch wird die Pflanze teilweise in der Naturheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Dabei wirkt sie sich bei Blutungen und Durchfall lindernd aus. Im Mittelalter wurde die Pflanze zudem gegen Skorbut eingesetzt. Aufgrund des Vitamingehaltes wurden die Symptome ebenfalls gelindert.

Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Saponin, Vitamin C und Glykoside

Verwendung als Färberpflanze: Aus allen Pflanzenteilen können einfach Farbstoffe gewonnen werden. Die Pflanze bildet dabei ein kräftiges braun.

Weitere Namen: Der Gilbweiderich wird unter anderem auch als:

  • “Weidenkraut” – wegen seine Verbreitung auf nassen Weiden
  • “Rispenweiderich” – aufgrund seiner Blütenform
  • “Gold-Felberich” – in Anlehnung an den Gattungsnamen
  • “Lauswurz” – vor allem in der Oberpfalz, denn der Sud der gekochten Pflanze wurde gegen Läuse bei Tieren verwendet

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1, M2, F, K

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