Narzisse, gelbe

Passend zu Ostern die Osterglocke oder auch “gelbe Narzisse” (Narcissus pseudonarcissus) genannt.

Anmerkung: Bei den Bildern handelt es sich um Kulturformen der Narzisse / Osterglocke.

Vorkommen und Verbreitung: Die gelbe Narzisse / Osterglocke kommt auf kalkarmen Bergwiesen, in Westeuropa, östlich bis zur Eifel, im Hundsrück, in den Vogesen und im Bodenseegebiet natürlich vor. An manchen Orten kommt sie zudem als verwilderte Zierpflanze vor. Die Zucht- und Gartenformen gehören zu den unzähligen Unterarten.

Wuchsform: Bei der Pflanze handelt es sich um eine mehrjährige Staude. Sie bildet eine unterirdische Knolle, aus welcher sich die Blatter und Blüten entwickeln.

Stängel: Die Stängel stehen aufrecht und haben eine dunkelgrüne Färbung. Der Stängel ist leicht eckig. An deren Ende bilden sich die leuchtend gelben Blüten.

Blätter: Die Blätter sind linear-lanzettlich aufgebaut. Pro Pflanze bilden sich vier bis sechs Laubblätter. Die Blätter haben eine blau-grüne Färbung und sind am Ende abgestumpft. Sie können bis zu 30 cm lang werden.

Blüten: Die leuchten gelben Blüten sind sehr auffällig. Pro Stängel bildet sich nur eine Blüte. In seltenen Fällen können sich auch zwei Blüten bilden. Die sechs Blütenblätter sind zu einer Röhre verwachsen. In der Mitte bildet sich eine Nebenkrone. Diese besitzt einen krausen, leicht gelappten Rand. In dieser Nebenkrone bilden sich auch die Staubblätter und die Blütennarbe. Die Blütezeit reicht von März bis in den April.

Besonderheiten

Unterscheidung zu den Kultursorten: Bei den Kultursorten sind die äußeren Blütenblätter kürzer als das trichterförmige innere Blütenblatt. Die Kultursorten können zudem auch verschiedene Farben annehmen. So können die Nebenkronen auch weiß oder orange aussehen.

Namensherkunft: Sie wird im Volksmund auch als “Osterglocke” bezeichnet, da ihre Hauptblütezeit zu Ostern ist.

Giftigkeit der Pflanze: Narzissen enthalten unter anderem das Alkaloid Lycorin, das für Menschen und Tiere giftig ist. Sie enthalten zudem noch andere Giftstoffe wie Haemanthamin, Kalziumoxalate. Die Pflanze ist somit nicht für die menschliche Ernährung geeignet. Vor allem in der Zwiebel findet sich die größte Konzentration der Giftstoffe. Der Pflanzensaft kann zu Hautreizungen führen, daher sollten beim Umgang mit der Pflanze auf jeden Fall Handschuhe getragen werden. Weidevieh meidet die Pflanze.

Gefährdung der Pflanze

Die Pflanze hat den Gefärdungsgrad 3 und steht somit als <<Gefährdet>> auf der Roten Liste! Auf keinen Fall sollten wilde Bestände abgepflückt oder ausgegraben werden! Sie steht bereits unter strengem Naturschutz und ist durch die Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) geschützt!

Verbreitungs-Code: A, AV, M1, M2, F, K

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.