Bitteres Schaumkraut

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„Bitteres Schaumkraut“ ist oft sehr leicht mit der „echten Brunnenkresse“ zu verwechseln – dabei handelt es sich um verschiedene Artengruppen.
Bitteres Schaumkraut

Vorkommen und Verbreitung: Bitteres Schaumkraut wächst vor allem an Sickerquellen, in Hartholz-Auenwäldern, Erlenbruchwäldern, Bächen und Gräben. Die Pflanze ist in ganz Europa einheimisch.

Pflanzenbeschreibung

Wuchsform: Die Pflanze wächst kriechend auf dem Boden oder steigt mit den Blüten nach oben. Es kann eine Wuchshöhe von bis zu 60 cm erreichen. Sie ist mehrjährig und wächst in Gruppen von mehreren Pflanzen. 

Blätter: Die einzelnen Blattteile stehen wechselständig, unpaarig gefiedert am Stängel. Die grundständigen Blätter sitzen langstielig am unteren Ende des Stängels über dem Boden.

Blüten: Die Blüten sind weiß und besitzen 4 Kronblütenblätter. Im Inneren der Blüte sitzen die auffällig rot gefärbten Staubgefässe (siehe Bild links). Die Blüten erscheinen im Mai bis Juni. Die Art ist gewöhnlich selbstbestäubend und bildet daher nur wenige Früchte aus. 

Verwechslungsgefahr mit anderen Pflanzen

Verwechslungsgefahr: Die Pflanze kann leicht mit der echten Brunnenkresse verwechselt werden. Deren Blüten haben aber keine roten Staubblätter und sind deutlich kleiner. Auch das Wiesenschaumkraut sieht der Pflanze ähnlich. Es wächst aber auf trockenen Wiesen und hat dünn gefiederte Blätter am Stängel. Die Blüten sind hier leicht rosa gefärbt.

Frühere Verwendung der Pflanze: Das bittere Schaumkraut wurde früher aufgrund seines hohen Vitamin C Gehalts wurde die Pflanze zum Teil gegen Skorbut eingesetzt. Heutzutage findet sie aber keine Anwendung mehr.

Inhaltsstoffe: Vitamin C, Senföl sowie Bitterstoffe

Gefährdung der Pflanze

Gefährdung der Pflanze: In Deutschland gilt bittere Schaumkraut als „ungefährdet“. Dennoch ist es nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) geschützt. Die einzelnen Gefährdungsgrade sind wie folgt, 

– Deutschland: ungefährdet (Status: * ) 

– Baden-Württemberg: ungefährdet (Status: * )

– Bayern: ungefährdet (Status: *)

– Berlin: stark gefährdet (Status: 2)

– Brandenburg: gefährdet (Status: 3)

– Hamburg: Vorwarnliste (V)

– Hessen: ungefährdet (Status: *)

– Mecklenburg-Vorpommern: ungefährdet (Status: *)

– Niedersachsen: ungefährdet (Status: *)

– Nordrhein-Westfalen: gefährdet (Status: 3)

– Rheinland-Pfalz: ungefährdet (Status: *)

– Saarland: Vorwarnliste (V)

– Sachsen: ungefährdet (Status: *)

– Sachsen-Anhalt: n/a

– Schleswig-Holstein: Vorwarnliste (V)

–  Thüringen: ungefährdet (Status: *)

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1, M2, F, K

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