Perlpfötchen, großblütiges

Selbst die kargsten Stellen machen dem „großblütigen Perlpfötchen / Perlkörbchen“ (Anaphalis margaritacea) keine Probleme.
Großblütiges Perlpfötchen

Vorkommen und Verbreitung: Die Perlpfötchen (Gattung: Perlkörbchen) stammen ursprünglich aus Nordamerika. Manche Arten stammen auch aus Tibet und dem Himalaya. Bei uns wachsen sie als Zierpflanze in Gärten. Zudem wachsen sie verwildert auf sonnigen Rasen vor. Die Pflanze ist auf karge und trockene Standorte bestens angepasst.

Pflanzenbeschreibung

Wuchsform: Es handelt sich um eine ausdauernd, krautig wachsende Pflanze. Sie kann eine Wuchshöhe zwischen 40 bis 60 cm erreichen. Die Blume ist mehrjährig und winterhart. Sie übersteht im Winter auch durchaus Temperaturen von bis zu -30°C. Die Stängel sind aufrecht und sind mit feinen weißen Härchen besetzt. Im oberen Teil sind sie öfters reich verzweigt. Am Ende dieser Ästchen sitzen die Blütenköpfe.

Blätter: Die Pflanze besitzt keine grundständige Blattrosette. Die Blätter sitzen dicht an den Stängeln. Sie haben eine linear-lanzettliche Form und sind am Ende zugespitzt. Auf der Oberseite sind sie graugrün gefärbt und auf der Unterseite bilden sich kurze weiße Härchen. Die Stängelblätter haben eine Länge zwischen 5 bis 13 cm erreichen.

Blüten: Die Köpfchen wachsen in einer Doldenrispe. Die äußeren Zungenblüten haben eine weiße Färbung. Sie bestehen oft aus mehreren Reihen von Blütenblättern. Diese haben eine lineare Form und sind am Ende spitz zulaufend. Die inneren Röhrenblüten sind goldgelb gefärbt. Die Blüten sind beim Anfassen etwas papierartig. Die orangefarbenen Staubblätter stehen bei den weiblichen Blütenteilen deutlich heraus. Die Perlpfötchen blühen von Juli bis September, selten auch im Oktober.

Früchte: Die Früchte entstehen nach den verblühen aus den inneren Röhrenblüten. Die Samen bestehen aus kleinen Samenkörnern sowie ein hellbrauner Pappus. Die Verbreitung der Pflanze erfolgt vor allem durch den Wind.

Verwendung als Heilpflanze

Verwendung als Heilpflanze: Sie wurde bereits von den Ureinwohnern von Amerika als Heilpflanze verwendet. Hier wurde ihr vor allem eine Heilwirkung gegen Kopfschmerzen, Rheuma und Erkältungen nachgesagt. In unserer Volksmedizin ist keine Verwendung der Pflanze bekannt. Von der Verwendung als Heilpflanze wird aber dennoch abgeraten!

Gefährdung der Pflanze

Gefährdung der Pflanze: Das großblütige Perlpfötchen ist zum Teil verwildert im Bayerischen Wald, Thüringer Wald und dem Erzgebirge zu finden. Daher wird keine Gefährdung der Pflanze angegeben – künstliche Anpflanzungen!

Verbreitungs-Codes: AV, M1, M2, F?

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