Rundblättriger Sonnentau

Eine der kleinsten, fleischfressenden Pflanzen aus dem Moor, rundblättriger Sonnentau (Drosera rotundifolia) – aber um sie zu finden muss man doch sehr genau hinsehen.

Vorkommen und Verbreitung: Rundblättriger Sonnentau ist auf magere Standorte wie Hochmoore wie Schlenke und Kolke, Sumpfquellen sowie Bultkomplexe angewiesen.

Wuchsform: Es handelt sich um eine mehrjährige, krautige Pflanze. Der Sonnentau wächst niederliegend und bildet in der Mitte einen Stiel mit mehreren Blüten. Sie erreicht eine Wuchshöhe von etwa 5 bis 20 cm.

Blätter: Die Blätter sind in einer Grundblattrosette angeordnet. Sie besitzen nur kurze Blattstiele. Auf der Oberfläche der Blätter bilden sich bis zu 200 rötliche Tentakeln. Diese sind dunkelrot gefärbt. An der Oberfläche der Fangblätter bildet sich ein klebriger Saft. Hierdurch bleiben Insekten an diesen Fangblättern kleben.

Blüten: Pro Pflanze bilden sich bis zu 15 weiß gefärbte Blüten. Diese sind in einer Rispe am aufrecht wachsenden Stängel der Pflanze angeordnet.

Besonderheiten

Insektenfalle: Die kleinen Tröpfchen auf den Blättern wirken wie Insektenfallen. Verfängt sich ein Tier in ihnen ziehen sich die Blätter zur Mitte zusammen. In der Mitte der Blätter sitzen die Verdauungsorgane der Pflanze. Hierin werden die Insekten aufgelöst und zersetzt. Hierdurch können die Pflanzen auch in den Hochmooren überleben.

Frühere Verwendung als Färbemittel: In Schottland wurde früher in den Highlands ein “purpur” Farbstoff hergestellt.

Namensherkunft: Der Name Sonnentau stammt von den kleinen Tröpfchen auf den Blättern, denn diese glitzern in der Sonne. Zudem kann die Pflanze ohne diesen Trick der Natur nicht bestehen.

Gefährdung der Pflanze

Gefährdung: Dieser Sonnentau steht bereits mit dem “Gefährdungsgrad 3” auf der Roten Liste Deutschlands und gilt somit als gefährdet. Die Pflanze sollte daher auf keinen Fall gepflückt werden! Die Pflanze steht wie alle weiteren Sonnentau-Arten zudem durch die Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) unter besonderem Schutz.

– Baden-Württemberg: gefährdet (Status: 3)

– Bayern: gefährdet (Status: 3)

– Berlin: vom Aussterben bedroht (Status: 1)

– Brandenburg: Vorwarnstufe (Status: V)

– Hessen: stark gefährdet (Status: 2)

– Hamburg: vom Aussterben bedroht (Status: 1)

– Niedersachsen: gefährdet (Status: 3)

– Nordrhein-Westfalen: gefährdet (Status: 3)

– Rheinland-Pfalz: gefährdet (Status: 3)

– Sachsen: stark gefährdet (Status: 2)

– Sachsen-Anhalt: stark gefährdet (Status: 2)

– Saarland: vom Aussterben bedroht (Status: 1)

– Schleswig-Holstein: gefährdet (Status: 3)

– Thüringen: stark gefährdet (Status: 2)

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1, M2, F, K

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