Seekanne

Nur noch sehr selten ist diese Pflanze auf Seen und in Flüssen anzutreffen, die “gewöhnliche Seekanne” (Nymphoides peltata).
Seekanne (Blüte im Detail)

Vorkommen und Verbreitung: Die gewöhnliche Seekanne bevorzugt sehr spezielle Bedingungen. Sie ist noch in den Altarmen von Flüssen, in Seen und im langsam fließenden Teil von sandig-schlammigen Flüssen anzutreffen. Das Foto zeigt einen alten, nicht mehr genutzten Steinbruch, welcher sich über die Jahre mit Regenwasser gefüllt hat. Durch seine gleichmäßig, geringe Tiefe ist er ein perfekter von Menschen geschaffener Ort für die Seekanne.

Wuchsform der Pflanze:. Die Pflanze ist tief am Grund des Gewässers verwurzelt. In einer Tiefe von 1 bis selten 3 Metern bilden sich die länglichen kriechenden Wurzelstöcke. Die langen Stängel verbinden die Wurzeln mit den an der Oberfläche des Gewässers liegenden Blättern. Die Blätter bilden eine Art von Teppich zwischen dem die Blüten sprießen.

Blüten & Blätter: Die Blätter sind fast kreisrund und haben eine ledrige Oberfläche. Sie sind 7 bis 10 Zentimeter groß. Die Blätter sitzen wechselständig an den Stängeln. Am Ansatz haben sie einen schmalen bis in die Blattmitte reichenden Einschnitt. Die Blüten haben fünf Blütenblätter, sind goldgelb gefärbt und haben einen gewimperten Rand. Die Blütezeit reicht von Juli bis in den August. Die Bestäubung der Blüten erfolgt über Bienen und Hummeln. Die Blüten öffnen sich aber nur für kurze Zeit täglich bei vollem Sonnenschein.

Gefährdung der Pflanze:  In Deutschland gilt die gewöhnliche Seekanne als “gefährdet”. Deshalb ist es nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) geschützt. 

– Deutschland: gefährdet (Status: 3 ; rückläufig) 

– Baden-Württemberg: gefährdet (Status: 3)

Bayern: vom Aussterben bedroht (Status: 1)

Berlin:  Ausgestorben (Status: 0 – extinkt) 

Brandenburg: stark gefährdet (Status: 2)

Hamburg: vom Aussterben bedroht (Status: 1)

Hessen: stark gefährdet (Status: 2)

– Mecklenburg-Vorpommern:  n/a

Niedersachsen: stark gefährdet (Status: 2)

Nordrhein-Westfalen: stark gefährdet (Status: 2)

Rheinland-Pfalz: stark gefährdet (Status: 2)

Saarland:  Ausgestorben (Status: 0 – extinkt) 

– Sachsen:  n/a

Sachsen-Anhalt: stark gefährdet (Status: 2)

Schleswig-Holstein: stark gefährdet (Status: 2)

–  Thüringen:  n/a

Verbreitungs-Codes:  M1, M2, F

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.