Schattenblümchen, zweiblättriges

Eine schattenliebende Waldpflanze, das zweiblättrige Schattenblümchen (Maianthemum bifolium). Dank dem Botaniker Linné gehört es zur Gattung der Maiglöckchen.
Schattenblümchen - Blüte

Vorkommen und Verbreitung: Das zweiblättrige Schattenblümchen bevorzugt schattige, feuchte Laub- und Nadelwälder. Es ist zudem in Schluchtwäldern häufig anzutreffen. Dabei benötigt es keine nährstoffreichen Böden und wird oft als Anzeiger von mageren Böden bezeichnet.

Wuchsform: Es handelt sich um eine kleine Staude mit einer Höhe von nur 10 bis 15 cm. Pro Pflanze bildet sich eine Blüte und zwei Blätter.

Blätter: Die Blätter sind herzförmig aufgebaut und laufen am Ende spitz zusammen. Sie umschließen dabei den Stängel. Die Blätter haben eine hellgrüne Färbung. Sie sind kurzgestielt und sitzen wechselständig am Stängel.

Blüten: Der Blütenstand besteht aus einer Blütentraube. Pro Blütenstand bilden sich bis zu 20 Einzelblüten. Dabei bestehen die einzelnen Blüten aus kugelförmigen Blütenblättern. Die Blüten sind sternförmig aufgebaut und besitzen vier weiße Blütenblätter. In der Mitte bilden sich etwas 1,5 mm lange Staubblätter. Die Blüten haben einen leicht süßlichen Duft. Die Blütezeit reicht von Mai bis in den Juni.

Früchte: Aus den verblühten Blüten bilden sich rote, erbsengroße Früchte. Diese sind hochgiftig und sollten auf keinen Fall gegessen werden! Sie rufen sehr schnell Vergiftungserscheinungen hervor.

Giftpflanze – Hinweise zum Umgang

Giftigkeit der Pflanze: Die Blätter und Blüten sind nicht giftig bei Berührung. Sind aber dennoch nicht für den Verzehr geeignet. Die Früchte sind giftig!

Inhaltsstoffe: Die Pflanze enthält verschiedene Glycoside (ähnlich wie im Fingerhut). Hierbei handelt es sich um hochgiftige Stoffe.

Besonderheiten

Weitere Namen: Diese kleine Pflanze hat einige volkstümliche Namen. Wie z.. B.

– kleine Maiblume (in Anlehnung an das Maiglöckchen)

– Honigblatt (nicht zu verwechseln mit der Steviapflanze)

– Zweiblatt (aufgrund der zwei Blätter am Stiel)

– Falsche Zauke (im Sächsischen)

Auch im Englischen gibt es noch zwei interessante Namen.

– may lily (Maililie)

– false lily of the valley (falsches Maiglöckchen)

Namensherkunft: Der lateinische Gattungsname setzt sich aus dem lateinischen Wort “maius” und dem griechischen Wort “anthemon” zusammen. “maius” bedeutet übersetzt der Monat Mai. “anthemon” bezieht sich auf “Blume”.

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1, M2, F, K

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