Sibirische Schwertlilie

Hierbei handelt es sich um eine besondere Pflanze auf unseren Moorwiesen – die “sibirische Schwertlilie” (Iris sibirica).

Vorkommen und Verbreitung: Die natürlich vorkommende sibirische Schwertlilie ist auf spezielle Lebensräume angewiesen. Sie bevorzugt vor allem Moorwiesen und feuchte Gräben. Durch Kulturmaßnahmen wird sie aber immer seltener. Sie ist in fast ganz Europa anzutreffen. Die Bilder sind beispielsweise im Eriskircher Ried (ein Naturschutzgebiet am Bodensee) entstanden. In unseren Gärten ist sie eine beliebte Gartenpflanze.

Wuchsform: Es handelt sich um eine krautige, aufrecht stehende Pflanze. Sie ist im oberen Teil unverzweigt. Der Stängel ist rund aufgebaut und im Inneren hohl. Die Blätter sitzen dicht am Stängel und stehen nur im oberen Bereich davon ab. Am Grund bildet sich eine Rosette.

Blätter: Die Blätter sind typisch schwertförmig aufgebaut. Sie haben eine lineare Form und sind etwa 30 bis 70 cm lang.

Blüten: Die Blüten sitzen meist zu zweit (seltener zu dritt oder viert) am Ende der Stängel. Sie besitzen eine deutliche dunkelblaue Färbung. Auf der Unterlippe hat sie die typische weiß-blaue Zeichnung. Der Schlund der Blüte ist gelb. Aus diesem Schlund verlaufen aderartig die blau / violetten Linien. Die Unterlippe ist nach unten gebogen und von dem Rest der Blüte abstehend. Die Blütezeit reicht von Mitte Mai bis in den Juni hinein.

Früchte: Die Fruchtkapseln sind länglich aufgebaut. Diese bestehen aus drei, einzelnen Teilen. Diese können sich am oberen Ende öffnen. Im Inneren bilden sich orange-bräunliche Früchte. Diese können teilweise auf dem Wasser schwimmen.

Besonderheiten

Verwechslungsmöglichkeiten: Es gibt einige deutliche Unterscheidungsmerkmale zur “deutschen Schwertlilie” (Iris x germanica). Bei dieser fehlt die deutliche Zeichnung auf der Unterlippe der Blüten. Zudem besitzt sie eine weiße / gelbliche Behaarung im Schlund. Sie gehört (wie ihre Hybride) zur Bart-Iris.

Namensbedeutung: Der botanische Name “Iris” stammt aus dem griechischen und bedeutet so viel wie “Regenbogen”. Dies ist auf die Färbung der Blüten zurückzuführen.

Gefährdung der Pflanze

Diese Schwertlilie steht bereits mit dem “Gefährdungsgrad 3” auf der Roten Liste Deutschlands und gilt somit als gefährdet. Sie sollte auf keinen Fall gepflückt werden! Die Pflanze steht zudem durch die Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) unter besonderem Schutz.

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1. M2, F

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