Wiesen-Sauerampfer

Einer der Bestandteile der bekannten Frankfurter Sauce, der Wiesen-Sauerampfer” / “Große Sauerampfer” (Rumex acetosa).
Blüten - Wiesen-Sauerampfer

Vorkommen und Verbreitung: Der Wiesen-Sauerampfer wächst auf Feucht- und Nasswiesen in Mittel- und Westeuropa. In den Alpen ist sie auf bis zu 1.400 Metern anzutreffen.

Wuchsform: Die Pflanze wird 30 bis 50 cm, in seltenen Fällen auch 90 cm hoch. Die Stängel sind unverzweigt. Erst an den Blüten sind diese verzweigt.

Blätter: Die Grundblätter sind spieß- oder pfeilförmig. Die oberen Blätter sind umschließen den Stängel. Die Blätter haben abhängig von dem Gehalt der enthaltenen Oxalsäure dunkelgrün bis rötlich gefärbt.

Blüten: Die Blüten erscheinen im Mai bis August. Sie sind rot gefärbt und besitzen einen leicht grünen Punkt in der Mitte. Sie sitzen in einer Blütenrispe aus mehreren hundert Blüten. Die Blütenstände können bis zu 30 cm Länge erreichen. Die Früchte sind schwarzbraun gefärbt und scharfkantig.

Besonderheiten

Verwendung als Wildgemüse: Die Blätter und Wurzeln des Sauerampfers können als Wildgemüse zu Salaten verarbeitet werden. Vor dem Verzehr sollten die Blätter und Wurzeln gewässert oder ausgekocht werden! Durch die vorhandene Oxalsäure haben die Blätter einen leicht sauren bis bitteren Geschmack. 

Vorsicht! Die Konzentration an Oxalsäure nimmt wie bei Rhabarber im Laufe des Sommers zu. Als letzter Erntetag wird der 24. Juni empfohlen! Nach diesem Datum nimmt die Konzentration der Säure sehr stark zu und kann zu einem irritierenden bitteren Geschmack führen!

Es sollte beim Verwenden der Blätter auf die Menge geachtet werden, da es sich bei Oxalsäure in großen Mengen um eine giftige Säure handelt. Der Sauerampfer ist somit in zu großen Mengen leicht giftig.

Verwechslungsgefahr mit weiteren Pflanzen: Der Wiesen-Sauerampfer an den Blättern leicht mit weiteren Sauerampfer-Arten verwechselt werden. Die Blätter der anderen Arten haben aber einen stärkeren bitteren Geschmack. 

Zudem besteht eine Verwechslungsgefahr mit den Blätter des “Gefleckten Aronstabs”. Diese sind aber schimmernd und besitzen von Beginn an kleine braune Flecken.

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1, M2, F, K 

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